Kämpfe in der Ukraine trotz Vermittlungsinitiative

Ukrainische Flüchtlinge in einem Zelt-Lager nahe  dem Grenzübergang  Izvarino nach Russland.
Ukrainische Flüchtlinge in einem Zelt-Lager nahe dem Grenzübergang Izvarino nach Russland.

shz.de von
18. August 2014, 16:11 Uhr

Das internationale Ringen um eine Waffenruhe hat die Kämpfe in der Ostukraine nicht stoppen können. Die prowestliche Führung in Kiew warf den prorussischen Separatisten sogar vor, nahe Lugansk einen Flüchtlingskonvoi mit Raketen angegriffen zu haben. Die Zivilisten hätten in Armeefahrzeugen gesessen und weiße Fahnen gehabt. Viele Menschen seien getötet worden, darunter Frauen und Kinder, so der Sicherheitsrat in Kiew gestern. Die Aufständischen wiesen den Vorwurf zurück.

Nach einem Treffen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinen Kollegen aus Frankreich, Russland und der Ukraine stellte Kiew Bedingungen für eine Feuerpause. Die Grenze nach Russland müsse gesichert werden, damit keine Waffen an die Separatisten geliefert werden können. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)  solle die Waffenruhe überwachen. Moskau kritisierte die Forderungen scharf und forderte ein Ende des ukrainischen Militäreinsatzes. Russlands Außenminister Sergej Lawrow schloss trotzdem nicht aus, dass bei einem künftigen Treffen auch eine Vereinbarung unterzeichnet werden könnte.

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