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Panama Papers : Islands Ministerpräsident Gunnlaugsson will doch nicht zurücktreten

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Sigmundur Gunnlaugsson habe nur vorgeschlagen, dass sein Stellvertreter Ingi Jóhannsson das Amt vorübergehend übernehme.

Reykjavik | Der durch die Panama Papers in die Kritik geratene isländische Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson will sein Regierungsamt doch nicht endgültig aufgeben. In einer Pressemitteilung, die sein Büro am Dienstagabend verbreitete, hieß es: „Der Ministerpräsident ist nicht zurückgetreten und wird weiterhin als Vorsitzender der Fortschrittspartei tätig sein.“ Er habe nur vorgeschlagen, dass sein Stellvertreter Ingi Jóhannsson das Regierungsamt vorübergehend übernehme.

Die Daten aus den Panama Papers belegen, wie die globale Offshore-Industrie im Verbund mit großen Banken, Anwaltskanzleien und Vermögensverwaltern in aller Verschwiegenheit die Besitztümer von Prominenten verwaltet hat. Der Enthüller des NSA-Skandals, Edward Snowden, sprach auf Twitter vom „größten Leck in der Geschichte des Daten-Journalismus“.

Am Dienstag hatte die Fortschrittspartei mitgeteilt, dass David Gunnlaugsson seinen Rücktritt als Regierungschef angeboten habe. Sein Name war im Zusammenhang mit den Berichten über Finanzgeschäfte mit Briefkastenfirmen aufgetaucht.

Die Panama Papers sollen Informationen über eine Offshore-Firma auf den Britischen Jungferninseln enthalten, die Gunnlaugssons Frau gehört. In der Mitteilung hieß es dazu, Gunnlaugssons und seine Frau hätten zu keiner Zeit die Vermögenwerte vor den isländischen Steuerbehörden verheimlicht.

Aufgrund der Zeitverschiebung waren am Mittwochmorgen zunächst weder die Fortschrittspartei noch das Büro des Ministerpräsidenten erreichbar.

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erstellt am 06.Apr.2016 | 09:53 Uhr

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