Geheimdienst : Islamist soll sich beim Verfassungsschutz eingeschlichen haben

Laut Medienberichten wurden die Späher selbst ausgespäht. Doch der Mann flog auf.

shz.de von
29. November 2016, 19:28 Uhr

Berlin | Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat nach Medienberichten einen Islamisten in den eigenen Reihen enttarnt. Der Mann habe sich im Internet unter falschem Namen islamistisch geäußert und Dienstgeheimnisse verraten, berichteten der „Spiegel“ und die „Welt“ am Dienstag.

Laut „Welt“ handelt es sich um einen 51 Jahre alten Deutschen. Er habe vorgehabt, einen Bombenanschlag in der Zentrale des BfV in Köln zu verüben, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Mann habe sich in einer Vernehmung zu diesem Plan bekannt. Es sei „im Sinne Allahs“, einen solchen Anschlag zu verüben. Offenbar habe der Mann aber noch nicht mit konkreten Anschlagsvorbereitungen begonnen.

Dem „Spiegel“ zufolge kamen die Behörden dem Beschuldigten vor rund vier Wochen auf die Schliche. Gegen den Mitarbeiter sei Haftbefehl erlassen worden, die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittele.

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