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Kampf gegen den IS : Iran ist bereit zum gemeinsamem Anti-Terror-Kampf mit Russland

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Das syrisches Militär bestätigt, russische Kampfflugzeuge seit zehn Tagen zu nutzen.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 14:54 Uhr

Moskau | Der Iran hat den russischen Vorschlag einer internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begrüßt. Sein Land sei zu gemeinsamen Aktionen bereit, sagte der iranische Vizeaußenminister Hussein Amirabdullahian am Dienstag in Moskau. Eine Einheitsfront gegen den Terror sei dringend nötig.

Russland gilt als der engste Verbündete des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und unterstützt dessen Regime trotz westlicher Kritik seit Jahren mit Waffen. Im August 2013 hatte Russland eine Lieferung von zwölf MiG-29M-Fliegern und 36 Trainingsflugzeugen vom Typ Jak-130 wegen Zahlungsproblemen Syriens auf Eis gelegt. Auch Jak-Maschinen seien nun zur Übergabe bereit, schrieb die Zeitung „Kommersant“.

Die syrische Luftwaffe benutzt nach Angaben eines Militärsprechers neue russische Kampfflugzeuge in dem Bürgerkriegsland. Seit mehr als zehn Tagen seien mehrere von Russland gelieferte Jets im Einsatz, sagte der Militär-Angehörige am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass die Luftwaffe des Regimes von Machthaber Baschar Al-Assad russische Maschinen zur Bombardierung der von der Terrormiliz IS kontrollierten Städte Palmyra und Al-Rakka einsetze.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hatte russischen Staatsmedien vor kurzem gesagt, der Iran unterstütze Syrien „wirtschaftlich, politisch und militärisch“. Dies bedeute aber nicht, dass der „Iran seine Armee oder bewaffnete Kräfte nach Syrien schickt“.

Amirabdullahian bekräftigte in Moskau, die Islamische Republik bestehe auf einer Beteiligung des syrischen Präsidenten an einer politischen Lösung des Konflikts. „Welcher Schritt auch unternommen wird - Assad wird Teil der Krisenbewältigung sein“, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Russlands Präsident Wladimir Putin wollte noch am Dienstag in Moskau mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas über Syrien sprechen. An diesem Mittwoch wird dann das türkische Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan in der Hauptstadt erwartet. Russland hatte die Lieferung von Waffen und die Entsendung von Militärberatern nach Syrien zuletzt verstärkt. Die Türkei dringt hingegen auf Assads Entmachtung.

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