Strengere Kontrollen : Immer weniger Flüchtlinge auf Güterzügen aufgegriffen

Österreichische Polizisten untersuchen am Bahnhof ThörlMaglern nahe der italienischen Grenze Güterzüge auf versteckte Flüchtlinge. LPD KÄRNTEN/APA
Österreichische Polizisten untersuchen am Bahnhof ThörlMaglern nahe der italienischen Grenze Güterzüge auf versteckte Flüchtlinge. LPD KÄRNTEN/APA

Die Zahl der Flüchtlinge, die auf Güterzügen nach Österreich und Deutschland eingereist sind, ist seit Jahresbeginn stark zurückgegangen.

shz.de von
16. Juni 2018, 10:12 Uhr

Im Mai griff die österreichische Polizei kurz hinter der Grenze zu Italien nach eigenen Angaben zwei Flüchtlinge auf Güterzügen auf. Im Januar waren es noch 65 gewesen, im Februar 52, im März 26 und im April 5. Im Juni seien bislang noch gar keine Menschen gefunden und aufgegriffen worden.

Der Rückgang liege an strengeren Kontrollen bei der Abfahrt der Züge in Verona durch italienische Beamte, erklärte Erich Lettenbichler von der Grenz- und Fremdenpolizei am Freitagabend an einem Kontrollposten nahe des Brennerpasses.

Seit Anfang des Monats kontrollieren dort deutsche, österreichische und italienische Polizisten bis zu drei Mal in der Woche gemeinsam Güterzüge auf dem Weg von Italien in Richtung Deutschland. Seit November gibt es solche Aktionen schon auf italienischer Seite. Für die Beamten sei die «trinationale» Kontrolle ein Schritt in Richtung einer europäischen Lösung der Flüchtlingsfrage, sagte Lettenbichler.

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