Immer mehr Elche kommen aus Polen

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04. Juli 2014, 14:54 Uhr

Zwei Elche sind auf einer Grünbrücke über der A 13 bei Teupitz (Dahme-Spreewald) „geblitzt“ worden. Anfang Juni seien sie bei Teupitz gemütlich in eine Fotofalle gelaufen, teilte das Landeskompetenzzentrum Forst gestern in Eberswalde mit. Solche Blitzer hat der Forstbetrieb zur Tierbeobachtung aufgestellt. Die Elchkuh und ihr Kalb seien am 6. Juni morgens um 5.30 Uhr bei Teupitz auf der Grünbrücke über die A 13 „abgeblitzt“ worden. Dies sei ein weiterer Beleg für die große Bedeutung der Bauwerke, hieß es. Auf der Fahrbahn hätten die Elche schwere Unfälle verursachen können.

Elche werden seit einiger Zeit in Brandenburg gesichtet. Sie durchwandern das Land und halten sich mitunter auch länger in einem Gebiet auf. In diesem Jahr wurden bereits Exemplare im Oderbruch sowie in Wäldern in der Nähe von Berlin gesehen.Die mächtigen Tiere kämen aus Polen, wo es immer mehr Elche gebe, hieß es. Brandenburg sei ein Durchzugsland für die großen Säugetiere, die bis zu 800 Kilogramm wiegen können, teilte eine Sprecherin des Thünen-Instituts für Waldökosysteme in Eberswalde mit.

Elche bevorzugten offene Waldlandschaften, Feuchtgebiete und suchten die Ruhe. Im Brandenburg gibt es einen Managementplan zum Umgang mit Europas größter Hirschart. Das Dokument gilt zunächst bis 2018.

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