Hubschrauber-Landeplätze an Kliniken sollen erhalten werden

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23. Juli 2014, 13:19 Uhr

Hubschrauber sollen in Deutschland trotz neuer EU-Vorgaben weiter direkt an Kliniken landen können. Rund 1600 dafür genutzte Flächen sollen als „Landestellen von öffentlichem Interesse“ ausgewiesen werden, wie das Bundesverkehrsministerium gestern in Berlin mitteilte. Vorgesehen sind außerdem Nachrüstungen mit geringem Aufwand wie Kennzeichnungen oder das Bereithalten von Feuerlöschern.

Ressortchef Alexander Dobrindt (CSU) sagte zu „Bild“: „Wir werden für die Luftrettung in Deutschland alle Hubschrauberlandestellen an Krankenhäusern erhalten – nicht eine muss geschlossen werden.“ Hintergrund ist eine EU-Verordnung, die ab 28. Oktober strengere Anforderungen an den Flugbetrieb mit Hubschraubern stellt. Viele Landestellen an Kliniken haben bisher keine förmliche Genehmigung als Flugplatz, für die etwa auch Anforderungen an Hindernisfreiheit und Brandschutz gelten. Bisherige Ausnahmeregelungen für diese Plätze sollen mit den vorgesehenen Schritten auch künftig ermöglicht werden. Mit Luftrettungsanbietern wie dem ADAC oder der Bundespolizei soll nun eine Liste der entsprechenden Plätze erstellt werden.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft begrüßte das Eingreifen des Ministers. „Die Aufrechterhaltung der medizinischen Notfallversorgung für Schwerstkranke ist damit zunächst gesichert.“

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