zur Navigation springen

Neuwahl nach Korruptionsskandal : Hohe Wahlbeteiligung bei Präsidentschaftswahlen in Südkorea

vom

Der linksliberale Favorit Moon Jae möchte wieder stärker auf Nordkorea zugehen.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 10:46 Uhr

Bei der vorgezogenen Präsidentenwahl in Südkorea hat sich eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Fünf Stunden vor Schließung der Wahllokale lag die Beteiligung am Dienstag nach Angaben der staatlichen Wahlkommission bei knapp 64 Prozent. Der linksliberale Oppositionspolitiker Moon Jae In galt nach Umfragen als aussichtsreichster Kandidat. Der 64 Jahre alte frühere Menschenrechtsanwalt hatte die Wahl Ende 2012 gegen seine langjährige konservative Rivalin Park Geun Hye verloren.

Die Neuwahl steht unter dem Eindruck des massiven Korruptionsskandals um eine enge Vertraute von Ex-Präsidentin Park wie auch der wachsenden Spannungen im Atomstreit mit Nordkorea. Nach der vorzeitigen Absetzung Parks durch das Verfassungsgericht vor zwei Monaten musste die Wahl vorgezogen werden.

Der Präsident wird für eine einmalige fünfjährige Amtszeit gewählt. Größte Konkurrenten von Moon sind der frühere Software-Unternehmer und Zentrumspolitiker Ahn Cheol Soo sowie der Konservative Hong Jun Pyo. Etwa 42,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 

Moon und Ahn wollen im Fall eines Wahlsiegs auf der Grundlage einer starken Allianz mit den USA versuchen, wieder stärker auf Nordkorea zuzugehen. Hong, der zuletzt in den Umfragen zulegte, hatte sich unter anderem für eine Wiedereinführung taktischer Atomwaffen der USA in Südkorea ausgesprochen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen