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Angst vor Terror : Höchste Warnstufe für Brüssel verlängert – U-Bahn fällt weiter aus

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Auch am Montag wird das Leben teilweise stillstehen. In der Stadt sollen sich zwei Terroristen aufhalten.

shz.de von
erstellt am 22.Nov.2015 | 19:16 Uhr

Brüssel | Belgien verlängert die höchste Terrorwarnstufe für die belgische Hauptstadt Brüssel. Auch am Montag werde die Metro in Brüssel nicht fahren; Schulen und Universitäten bleiben geschlossen. Das teilte Belgiens Premier Charles Michel am Sonntag nach einer Sitzung des des nationalen Sicherheitsrates mit.

Belgien steht nach der Terrorserie in Paris im Fokus, weil es enge Verbindungen der Attentäter nach Brüssel gibt. Der mutmaßliche Organisator der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, war Belgier und lebte früher in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek. Er war am Mittwoch bei einem Anti-Terror-Einsatz nahe Paris ums Leben gekommen. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Razzien in Brüssel.

Stufe 4 bedeute, dass eine „ernste und unmittelbare“ Bedrohung besteht. Seit Samstagmorgen gilt diese höchste Terrorwarnstufe für Brüssel, im Rest Belgiens gilt weiter die Stufe 3. „Wir werden die Lage morgen Nachmittag neu bewerten“, sagte Michel. Das Ziel sei, so schnell wie möglich zu einem normalen Leben zurückzufinden.

Der Entscheidung vorausgegangen war eine neue Beurteilung der Lage durch die Sicherheitsbehörden. Michel sagte, es habe konkrete Hinweise auf ein geplantes Attentat von Terroristen in Brüssel gegeben - ähnlich den Anschlägen in Frankreich. In Brüssel sollen sich zwei Terroristen aufhalten, darunter der seit einer Woche gesuchte Salah Abdeslam. Ziele solcher Attacken könnten belebte Orte wie Einkaufszentren oder der öffentliche Nahverkehr sein.

Das Krisenzentrum empfiehlt, belebte Orte wie Bahnhöfe und Flughäfen zu meiden sowie Konzerte und Großereignisse abzusagen.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Belgien die höchste Terrorstufe gilt. Nach Angaben des Radiosenders RTBF wurde sie zuletzt im Mai 2014 nach dem Attentat auf das jüdische Museum, bei dem ein Islamist vier Menschen erschoss, für jüdische Einrichtungen ausgerufen.

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