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Washington DC : Hillary Clinton gewinnt letzte Vorwahl - Obama warnt vor Donald Trump

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In den USA spitzt sich der Wahlkampf jetzt auf das Duell Clinton-Trump zu. Die letzte Vorwahl gibt der Demokratin Aufwind.

Washington | Hillary Clinton hat die letzte US-Vorwahl dieses Jahres gewonnen. Die ehemalige Außenministerin entschied die Abstimmung der Demokraten in der Nacht zum Mittwoch mit sehr großem Abstand für sich, berichteten mehrere US-Medien. Für Clinton stimmten etwa 79 und für ihren Konkurrenten Bernie Sanders etwa 21 Prozent. Clinton war aus den seit Februar laufenden Vorwahlen aller US-Bundesstaaten und -Außengebiete bereits vor dieser Wahl als voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten hervorgegangen. Die frühere First Lady wird aller Voraussicht nach im Kampf um das Weiße Haus am 8. November gegen ihren republikanischen Konkurrenten Donald Trump antreten.

Umfragen sehen derzeit Clinton vorn - doch die Wählerstimmung ist auch immer abhängig von aktuellen Ereignissen. Zwischenzeitlich war Trump nahezu gleichauf mit der Demokratin, beispielsweise kurz nach dem Attentat von San Bernadino im Dezember 2015.

Im November werden die Wahlmänner bestimmt, die im Dezember ihre Stimmen für die Ämter des Präsidenten und des Vizepräsidenten abgeben werden. Die Republikaner haben ihre Vorwahlen bereits abgeschlossen. Endgültig werden Parteitage im Juli über die Kandidaturen entscheiden.

Sanders hat angekündigt, seinen inhaltlichen Kampf bis zur Convention in Philadelphia nicht aufgeben zu wollen. Er sagte noch am Dienstag, die „politische Revolution“ werde weitergehen. Für Donnerstagabend (Ortszeit) ist eine Videokonferenz des Senators von Vermont aus seinem Heimatort angekündigt.

 

US-Präsident Barack Obama hat die Amerikaner für seine Verhältnisse ungewöhnlich heftig vor einem möglichen Nachfolger Donald Trump gewarnt. Unter Verweis auf das Auftreten und die moslemfeindliche Rhetorik des Republikaners sagte Obama, man sehe nun, wie gefährlich ein solcher Geisteszustand und solches Denken seien, und wohin sie führen könnten. Trump hatte nach dem Anschlag eines US-Amerikaners in Orlando seine Forderung erneuert, Moslems nicht mehr in die USA zu lassen. Der Anschlag von Orlando wurde sofort Gegenstand des Präsidentschaftswahlkampfs.

Obama sprach in Bezug auf Trumps Worte von „Gerede“ und „leerem Geschwätz“. „Wenn wir alle Muslime über einen Kamm scheren, gehen wir denen auf den Leim, die einen Krieg zwischen dem Islam und dem Westen oder den USA wollen, dann erledigen wir die Arbeit der Terroristen“, sagte Obama. In den USA ist nur etwa ein Prozent der Bevölkerung muslimischen Glaubens.

In North Dakota fanden keine Vorwahlen statt.

Im Direktvergleich mit Donald Trump führt Hillary Clinton in einer neuen Umfrage von Bloomberg mit 49 zu 37 Punkten. In der Erhebung sagten 55 Prozent der Befragten, sie würden „niemals“ für Trump stimmen. Vorherige Umfragen Bloombergs sahen die beiden deutlich enger beieinander. Der Zeitraum der neuen Erhebung umfasst auch den Terroranschlag von Orlando vom Sonntag.

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erstellt am 15.Jun.2016 | 09:00 Uhr

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