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Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt : „Heut' wird gefeiert“: Die Landtagswahlen in Zitaten

vom

Großer Erfolg für Malu Dreyer und Winfried Kretschmann - eine Schlappe für die CDU. Die Zitate des Wahlabends.

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Die einen feiern, die anderen erklären. Kanzlerin Angela Merkel sagt erst einmal nichts. Wer was sagte:

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz (SPD):  „Heut wird gefeiert.“

Vorläufiges amtliches Endergebnis: 36,2 Prozent für die SPD

Julia Klöckner, CDU-Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz:

Vorläufiges amtliches Endergebnis: 31,8 Prozent für die CDU

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg (Grüne): „Wir haben Geschichte geschrieben und die Grünen zur stärksten Kraft im Lande gemacht.“

Vorläufiges amtliches Endergebnis: 30,3 Prozent für die Grünen

Guido Wolf, CDU-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg: „Grün-Rot ist abgewählt, Grün-Rot hat keine Mehrheit mehr.“

Vorläufiges amtliches Endergebnis: 27,0 Prozent für die CDU, 12,7 Prozent für die SPD

Thomas Strobl, CDU-Landeschef in Baden-Württemberg:  „Wir wollen den Politikwechsel, wir wollen den Ministerpräsidenten stellen.“ Die Christdemokraten streben eine nie dagewesene „Deutschland-Koalition“ mit FDP und SPD an.

Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsenanhalt (CDU):  „Dass wir gewonnen haben, ist das Eine. Auf der anderen Seite wissen wir, dass wir eine stabile Regierung brauchen, dass wir dafür Partner brauchen und dass wir Kompromisse dafür brauchen. Aber das Entscheidende ist, dass wir einen Auftrag der Wählerinnen und Wähler haben, diese Regierung zu bilden, und zwar in der Mitte. Und das werden wir auch schaffen. Das werden wir schaffen!“

Vorläufiges amtliches Endergebnis: 29,8 Prozent für die CDU. Mit der SPD (10,6 Prozent) ist allein keine Mehrheit möglich. Am Wahlabend war lange ungewiss, ob die FDP und die Grünen in den Landtag kommen. Die FDP scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde (4,9 Prozent), die Grünen nahmen sie knapp (5,2 Prozent). 

André Poggenburg, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt:  „Wir sind mit dem Anspruch auf eine starke Opposition in den Wahlkampf gegangen und wir werden als starke Opposition in den Landtag gehen.“

Hochrechnung: 24,3 Prozent. Mit der AfD möchte keine andere Partei koalieren.

Peter Tauber, CDU-Generalsekretär:  „Der Wahlkampf fand in schwierigen Zeiten statt.“ Kanzlerin Angela Merkel müsse ihren Flüchtlingskurs trotz der Verluste nicht ändern.

Sigmar Gabriel, SPD-Chef: „Das ist ein Wahlabend mit ganz unterschiedlichen und gemischten Gefühlen. Aber ich glaube, bei uns hier in der SPD überwiegt natürlich die Freude über ein Ergebnis, das vor ein paar Wochen in Deutschland noch als völlig unmöglich galt. Dieser Wahlabend ist eine Zäsur. Aber klar ist: die SPD wird den Kampf für das demokratische Zentrum in Deutschland voller Entschlossenheit aufnehmen.“

Cem Özdemir, Grünen-Chef: „Winfried Kretschmanns Politik findet auch außerhalb von Baden-Württemberg sehr viel Unterstützung. Natürlich kann man immer lernen von Erfolg. Man wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn man es nicht machen würde.“

Katja Kipping,  Linke-Vorsitzende:   „Die jetzigen Ergebnisse sind Ausdruck eines gesellschaftlichen Rechtsrucks und einer gesellschaftlichen Entsolidarisierung. Und die Verantwortung dafür trägt die große Koalition, die mit ihrer Politik der sozialen Verunsicherung und der schrittweisen Übernahme von AfD-Positionen am Ende die AfD gestärkt hat. Wer Positionen der Rechtspopulisten übernimmt, stärkt Rechtspopulisten.“

Frauke Petry, AfD-Chefin:  „Wir haben uns bereits lange vor diesem Wahlkampf darauf eingerichtet, in der Opposition zu arbeiten. Das ist für eine junge politische Kraft auch ganz normal, dass man in der Opposition beginnt. Auch da kann man Dinge bewegen.“

Christian Lindner, FDP-Vorsitzender:   „Die Partei von Freiheit und Weltoffenheit ist heute gestärkt worden. Das zeigt: Auch in der Mitte kann man Wahlen gewinnen. Es ist ein Meilenstein, wenn man die parlamentarische Basis verbreitert.“

Einen Überblick über die Ergebnisse gibt es hier.

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erstellt am 13.Mär.2016 | 22:05 Uhr

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