Vorwürfe gegen AfD-Chefin : Hat Frauke Petry Fraktionsgelder missbraucht?

Laut einem Medienbericht hat die AfD-Chefin Geld der Fraktion in Sachsen abgezweigt. Ihr droht Ärger mit dem Landesrechnungshof.

shz.de von
20. Mai 2016, 14:53 Uhr

Dresden/Berlin | Frauke Petry steht nach einem Bericht des „Spiegel“ im Verdacht, Geld der AfD-Fraktion in Sachsen für die Partei verwendet zu haben. Das wäre verboten, weshalb der AfD-Chefin nun Ärger mit dem sächsischen Landesrechnungshof droht. Laut Bericht könnte Petry mit den Geldern ihr eigenes Presseteam finanziert haben.

Nach Angaben des Rechnungshofes darf aus dem Budget für die parlamentarische Arbeit allerdings kein Geld für die Parteiarbeit abgezweigt werden. Nach einem Streit mit AfD-Pressesprecher Christian Lüth hatte Petry ein eigenes Medienteam aufgebaut. Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland wollte das jedoch nicht finanzieren. Ein Schatzmeister der sächsischen AfD bestätigte dem „Spiegel“, dass für das Team kein Geld zur Verfügung stehe. Stattdessen nutzt Petry offenbar Gelder des Landtags.

Markus Frohnmaier ist als Fraktionsreferent angestellt worden, heißt es in dem Bericht. Und auch Medienberater Michael Klonovsky erhält zum 1. Juni einen Vertrag, der weder von der Bundes- noch der Sachsen-AfD finanziert wird. Anfragen der Spiegel-Redaktion an den ehemaligen Focus-Redakteur blieben unbeantwortet.

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