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Neues von Donald Trump : Guter Rat für Präsidentensohn, beliebter neuer FBI-Chef und erfundene Telefongespräche

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Der US-Präsident hat seinem Sohn bei der Stellungnahme zu dem Treffen mit der russischen Anwältin geholfen.

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2017 | 08:35 Uhr

Washington | Das Weiße Haus hat eingeräumt, dass Präsident Donald Trump seinem ältesten Sohn bei einer Stellungnahme zu dem umstrittenen Treffen mit einer russischen Anwältin geholfen hat. Der Präsident habe sich eingebracht, er habe seinem Sohn aber nicht diktiert, was er schreiben solle, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Dienstag.

US-Geheimdienste beschuldigen den Kreml seit längerem, sich gezielt in den Präsidentschaftswahlkampf von 2016 eingemischt zu haben. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es zwischen Trumps Wahlkampflager und Moskau Absprachen gab.

„Der Präsident hat seine Meinung eingebracht, wie das jeder Vater tun würde, das geschah auf Grundlage der begrenzten Informationen, die er hatte“, so die Sprecherin. Die Erklärung von Donald Trump Jr. sei wahrheitsgemäß gewesen, sie habe keine falschen Angaben enthalten, fügte sie hinzu.

Die „Washington Post“ hatte zuvor berichtet, Trump habe seinem Sohn die Stellungnahme diktiert. Darin spielte Trump Jr. das Treffen mit einer russischen Anwältin im Juni 2016 herunter. Bei dem Gespräch sei es lediglich um ein Adoptionsprogramm für russische Kinder gegangen und dies sei zur damaligen Zeit kein Wahlkampfthema gewesen, hieß es.

Unter wachsendem Druck legte der Präsidentensohn schließlich seinen damaligen E-Mail-Wechsel offen. Daraus geht hervor, dass er dem Treffen zugestimmt hatte, weil ihm kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, versprochen worden war.

Trumps neuer FBI-Chef

Mit überwältigender Mehrheit hat der US-Senat den Juristen Christopher Wray als neuen FBI-Chef bestätigt. Wray folgt auf James Comey, den Präsident Donald Trump im Mai überraschend gefeuert hatte. Die Personalie passierte den Senat am Dienstagabend (Ortszeit) mit einer Mehrheit von 92 zu 5.

Wray hatte in einer Anhörung vor drei Wochen betont, er werde das Amt unabhängig führen und sich jeglicher politischer Einflussnahme verwehren. Der 50-Jährige arbeitete zuletzt als Anwalt in Washington.

Unter George W. Bush war er einige Jahre für das Justizministerium tätig. Trump sieht sich wegen der Entlassung Comeys Vorwürfen ausgesetzt, er habe die Justiz behindern wollen.

Das FBI untersucht, ob es bei der mutmaßlich russischen Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 Absprachen zwischen Trumps Wahlkampflager und Moskau gab. Trump nannte für den Rauswurf zunächst verschiedene Gründe. Später sagte er, er habe dabei auch an die Vorwürfe in Sachen Russland gedacht.

Donald Trump zur „Maduro-Diktatur“ in Venezuela

Nach der Festnahme zweier venezolanischer Oppositionsführer macht Donald Trump den Staatschef Nicolás Maduro persönlich für das Schicksal der Inhaftierten verantwortlich. Leopoldo López, Chef der Partei Voluntad Popular, und Antonio Ledezma, Bürgermeister der Metropolregion Caracas, waren am Dienstag in ihren Wohnungen abgeholt und ins Militärgefängnis Ramo Verde bei Caracas gebracht worden.

„Herr Lopez und Herr Ledezma sind politische Gefangene, die illegal vom Regime festgehalten werden“, heißt es in der Erklärung weiter. „Die Vereinigten Staaten halten Maduro - der erst Stunden zuvor das Vorgehen gegen die politische Opposition angekündigt hatte - persönlich verantwortlich für Gesundheit und Sicherheit von Herrn Lopez, Herrn Ledezma und anderen Festgenommenen.“

Zu guter Letzt: US-Präsident erfindet Pfadfinderanruf

Trump sagte Journalisten, seine Rede vor Pfadfindern sei die beste aller Zeiten gewesen. Das hätten ihm der Präsident der Organisation bei einem Telefongespräch gesagt. Die Pfadfinder selbst sagen allerdings, das Telefonat hätte es nie gegeben.

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