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Sexismus-Attacke auf Katja Suding : Grünen-Politiker wegen „Titten-Tweet“ im Shitstorm

vom

Jörg Rupp ist im Landesvorstand der Grünen in Baden-Württemberg und hat auf Twitter offenbar daneben gelangt. Ein Tweet über FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding handelte ihm einen Shitstorm ein.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2015 | 14:38 Uhr

Stuttgart | Mit den Worten „Muss man sich mal vorstellen: Mit Titten und Beinen anstatt Inhalten“ kommentierte Jörg Rupp, Mitglied des Grünen-Landesvorstandes in Baden-Württemberg, offenbar fassungslos die Hamburg-Wahl am gestrigen Sonntag und den Erfolg der FDP. Dabei bezog er sich mit dem Hashtag „FDP“ auf die Spitzenkandidatin Katja Suding, die mit ihrer Partei beachtliche 7,4 Prozent erreichte. Der Partei gelingt damit erstmals seit September 2013 wieder der Verbleib in einem Landesparlament.

Fassungslos dürfte auch Rupp gewesen sein. Denn innerhalb kürzester Zeit entbrannte ein Shitstorm auf seinem Twitter-Profil. So viel Empörung schien auch dem Grünen-Politiker klar zu machen: Das war wohl nicht in Ordnung.

Auf Twitter als auch auf seiner Internetseite entschuldigte er sich wenig später aber für seine „verbale Entgleisung“, wie er selbst schrieb: „Da habe ich aber reingelangt heute Abend. Es ist nicht in Ordnung von ,Titten und langen Beinen‘ zu reden – das ist normalerweise nicht meine Wortwahl.“ Aber seit Wochen ärgere ihn der Wahlkampf der Hamburger FDP, schreibt Rupp. „Ich entschuldige mich für die Wortwahl und gelobe für die Zukunft, dass ich vor dem Twittern mein Gehirn einschalte.“

Auch die Spitze der Landespartei bezeichnete die Äußerung als „völlig inakzeptabel“. Auf Twitter reagierten viele Nutzer ihrerseits mit Fassungslosigkeit.

Über den neuerlichen Shitstorm gibt es auch kritische Stimmen.

Am Montagmorgen folgte eine weitere Entschuldigung Rupps. „Ich empfinde Scham und es tut mir sehr leid.“ Er habe lediglich provozieren wollen. Rupp sei verärgert gewesen, dass Äußerlichkeiten als Attribut im Wahlkampf nichts verloren hätten. Anlass war ein Spiegel-Artikel, in dem Katja Suding sagt, Attraktivität helfe, Aufmerksamkeit zu bekommen. 

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