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Grüne entwerfen ihre Vision von Schleswig-Holsteins Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2014 | 15:45 Uhr

„Es ist Zeit für politische Visionen“, findet der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen und hat deshalb die „Grüne Zukunftswerkstatt“ ins Leben gerufen. Am Sonnabend ging diese mit ihrer Auftaktveranstaltung in Neumünster an den Start. „Schleswig-Holstein im Jahr 2050. Welche Herausforderungen stellen sich für Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung, Energiewende und Klimaschutz, Mobilität sowie das gesellschaftliche Miteinander?“ Mit diesen vier Fragestellungen trat der Landesverband an seine 180 Gäste heran. Es gehe nicht um kurzfristige Machbarkeiten betonte die Landesvorsitzende Ruth Kastner. Vielmehr sollten in der auf anderthalb Jahre angelegten Zukunftswerkstatt Denkprozesse angestoßen werden. Denn die Herausforderungen für die Zukunft seien groß – auch in Schleswig-Holstein. „Der Klimawandel, eine immer älter werdende Gesellschaft und die Ressourcenendlichkeit sind Tatsachen, denen wir uns stellen müssen“, so Kastner.

Als Impulsgeber für die Auftaktveranstaltung hatte der Landesverband vier Referenten geladen: Minister Robert Habeck stellte die Frage nach Rückbaustrategien in Hinblick auf den demografischen Wandel, der Philosophieprofessor Konrad Ott mahnte, den Naturschutz nicht zu vergessen, denn „Umweltpolitik ist immer auch Sozialpolitik“, die „Zeit“-Journalistin Petra Pinzler weiß aus ihren Recherchen, dass „immaterielle Güter wie Gesundheit, Bildung, Chancengleichheit Freiheit entscheidend für ein erfülltes Leben sind“, und der Klima- und Meeresforscher Mojib Latif plädierte für eine Dezentralisierung bei erneuerbaren Energien.

Inspiriert durch die Vorträge bildeten sich 21 Arbeitsgruppen. Innovative Mobilitätssysteme wurden dabei ebenso erörtert, wie die Schaffung nachhaltiger Konsumstile und eine Steuerpolitik für die Zukunft. Am Abend gab es bereits die ersten Ansätze. Sie dienen als Grundlage für einen anderthalbjährigen Arbeitsprozess, der von den Teilnehmern unter Leitung des Landesvorstandes weitergeführt werden soll. Im März 2016 wird es einen abschließenden Zukunftskongress geben. Ergebnisse sollen ins Wahlprogramm der Grünen zur Landtagswahl 2017 fließen.

Interessierte Bürger können sich ab Mitte nächster Woche im Internet am Diskussionsprozess beteiligen unter http://sh-gruene-partei.de/schwerpunkt/zukunftswerkstatt). *




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