Große Koalition: Zweifel wachsen

Avatar_shz von
23. November 2013, 00:34 Uhr

Die Deutschen haben offenbar genug von den wochenlangen Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Zwar spricht sich laut ARD-Deutschlandtrend nach wie vor die Mehrheit (55 Prozent) für eine große Koalition aus. Allerdings verliert eine mögliche schwarz-rote Bundesregierung an Zustimmung. Anfang Oktober hatten sich noch 66 Prozent der Bundesbürger ein solches Bündnis gewünscht. Immerhin 43 Prozent der Befragten sehen eine Neuwahl des Bundestages als Alternative. Im Oktober waren es nur 31 Prozent.

Bei der Sonntagsfrage verlor von den im Bundestag vertretenen Parteien nur die SPD an Zustimmung. Sie käme jetzt auf 25 Prozent (minus ein Prozentpunkt im Vergleich zur Umfrage vor zwei Wochen). CDU/CSU liegen weiter bei 42, die Grünen bei zehn und die Linkspartei bei neun Prozent. Die AfD (4) und die FDP (3) wären weiterhin nicht im Bundestag vertreten.

Unterdessen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern auf dem CSU-Parteitag in München nach langem unionsinternen Streit der CSU die Einführung der Pkw-Maut unter zwei Bedingungen zugesichert: Kein deutscher Autofahrer soll mehr zahlen müssen und die Maut soll europarechtlich unbedenklich sein. Die CSU wiederum kommt der Schwesterpartei CDU entgegen und rückt von der Forderung nach Einführung bundesweiter Volksentscheide ab.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker