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Politik

19. August 2017 | 04:21 Uhr

Große Glaubenskrise

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mein Gott, an wen soll ich noch glauben? Sie fallen reihenweise alle in Sünde und Verdammnis, die moralischen Vorbilder im Lande. Was ist mit ihnen los?

Da ist der König des Fußballs, von vielen angebetet: er bricht zusammen und weint vor Reue über sein millionenfaches Foul. Da ist ein gescheiter Kopf unserer Zeit, ein Chefredakteur: plötzlich steht er da als Steuerhinterzieher mit ganz besonders dämlichen Ausreden. Ein anderer ist Kulturstaatssekretär – bezieht sein Einkommen aus Steuergeldern – und will selber keine Steuern bezahlen! Geschützt wird er auch noch von einem, der offenbar dachte: „Und das war gut so!“

Mein Gott, was ist los? Ich fürchte mich. Wieder ein anderer ist Schatzmeister, passt auf das Geld der Regierungspartei auf – und verschiebt das eigene Vermögen auf die Bahamas. Da geht doch eine düstere Macht um! Oder die Heilige Jungfrau der Emanzipation, die Amazone im Kampf gegen die käufliche Liebe – sie war selber käuflich und ringt nun die Hände um ihren guten Ruf!

Wie kommt es nur, dass ausgerechnet die moralischen Stützen, die Leuchtröhren der Republik, alle verlöschen und uns im Dunkeln stehen lassen? An wen sollen wir noch glauben? Auch die letzte Bastion ist doch gefallen. Der letzte Hort der Glaubwürdigkeit, und Barmherzigkeit: der ADAC.

Oh, Hilfe: an wen sollen wir noch glauben? Ich weiß nur noch einen, an den ich glauben kann: Ich glaube an den HSV. Der kann mich nicht mehr enttäuschen, der steckt schon drin im Sumpf!

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von
erstellt am 07.Feb.2014 | 12:32 Uhr

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