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Gipfel auf Schloss Elmau : Große G7-Demonstration in München

vom
Aus der Onlineredaktion

Mehr als 30.000 demonstrieren. Die Deutschen erwarten von dem G7-Treffen in Bayern so gut wie nichts.

shz.de von
erstellt am 04.Jun.2015 | 16:49 Uhr

München | Mit einer großen Kundgebung haben die Gegner des G7-Gipfels ihre Proteste eingeläutet. Nach Angaben der Polizei versammelten sich mehr als 30.000 Menschen in der Münchener Innenstadt. Vor allem das geplante TTIP-Freihandelsabkommen der EU mit den USA war Thema auf der Kundgebung. Zwischenfälle wurden bislang nicht bekannt. Auch rund um den Tagungsort am Fuße der Zugspitze ist es ruhig. In Elmau treffen sich am Sonntag und Montag die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten.

 

Der G7 gehören neben Deutschland die USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan an. Die sieben Länder repräsentieren ein Drittel der weltweiten Wirtschaftskraft, aber nur elf Prozent der Weltbevölkerung. Zwischen 1998 und 2014 nannte sich die Gruppe G8, weil ihr auch Russland angehörte. Wegen der Annexion der Krim wurde Russland aus dem Kreis ausgeschlossen.

Die Erwartungen an den G7-Gipfel sind in der deutschen Bevölkerung sehr gering. Beim Klimaschutz rechnen nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nur zehn Prozent mit Fortschritten. Bei der Krisenbewältigung in Syrien, im Irak oder in der Ukraine sind sogar nur acht Prozent optimistisch. 78 Prozent meinen dagegen, dass es bei beiden Themen keine oder nur geringe Fortschritte geben wird.

Die Staats- und Regierungschefs von sieben großen Industrienationen (G7) treffen sich am Sonntag und Montag auf Schloss Elmau. Der russische Präsident Wladimir Putin wurde wegen der Annexion der Krim nicht zu dem Gipfel eingeladen. 42 Prozent der Bundesbürger halten das für richtig. 32 Prozent hätten Putin gerne dabei. 25 Prozent haben keine Meinung dazu.

28 Prozent der Befragten meinen, die jährlich stattfindenden G7-Gipfel könnten ganz abgeschafft werden. 41 Prozent halten sie weiterhin für notwendig. 31 Prozent sagen, sie könnten das nicht beurteilen.

Die geplanten Demonstrationen gegen den Gipfel werden von 37 Prozent der Befragten unterstützt. 31 finden die Proteste nicht richtig.

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