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Politik

18. August 2017 | 03:49 Uhr

Google-Nest

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Google baut jetzt Rauchmelder“, hat das „Handelsblatt“ neulich geschrieben. Der US-Internet-Konzern habe für 3,2 Milliarden Dollar die Firma Nest, einen Anbieter digitaler Thermostate und Rauchmelder, übernommen.

Wenn Sie also in Zukunft wieder einmal googeln bis Ihr Notebook glüht und irgendwann sogar die Schreibtischplatte vor sich hin kokelt, müssen Sie keine Angst mehr haben, dass zum Schluss das ganze Haus in Flammen aufgeht. Google wird Sie über seine Rauchmelder rechtzeitig warnen und sogar die Heizung drosseln, weil Ihr schmurgelnder Klapprechner ja ordentlich mitheizt. Bei den letzten Zuckungen Ihres knallheißen Rechners wird Google Sie mit seiner optimierten Werbung schnell noch zu Internetseiten führen, auf denen Sie ein neues Gerät und den allerneuesten Google-Rauchmelder bestellen können.
Natürlich haben Ihre Google-Freunde längst von Ihrem Missgeschick erfahren. Der Google-Thermostat hat eigenständig Mailinglisten und Diskussionsgruppen erstellt, mit Google Übersetzer in die wichtigsten Sprachen übertragen und über Gmail einen Link verschickt, damit jeder bei YouTube die Bescherung nachvollziehen kann.

Bei Google Talk sind Sie längst Top-Thema. Weltweit gerät Ihr unverpixeltes Haus über Google Earth und Google Maps ins Visier von Journalisten und anderen Schaulustigen. Bis Sie selbst nachgeschaut haben, ob Ihr Name bei Google News schon im Umlauf ist und über die Google Bildsuche Fotos Ihres verrauchten Zimmers zu finden sind, bietet Google Groups längst Blogs an, in denen Menschen von Glück reden, dass Google inzwischen alles kann und alles über uns weiß. In schöner Google Nest-Wärme.

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von
erstellt am 19.Jan.2014 | 14:21 Uhr

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