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Politik

17. Oktober 2017 | 19:51 Uhr

Gerüchte um eine Traumehe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Berichte über massive Krise im Weißen Haus / First Lady plant angeblich Scheidung nach Ende der Amtszeit

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 14:11 Uhr

Es war ein verräterischer Halbsatz auf der Titelseite, den sich die seriöse und Barack Obama nahestehende „New York Times“ leistete. Gewöhnlich widmet sich das Blatt nicht dem Privatleben des US-Präsidenten. Doch diesmal machten die Redakteure eine Ausnahme – weil es offenbar begründeten Anlass dazu gibt: Dass First Lady Michelle Obama nach dem Weihnachtsurlaub der Familie auf Hawaii allein auf der Insel für zehn Tage zurückgeblieben sei, habe für „Berichte über eine Ehekrise“ gesorgt.

Weiter wollte sich das Blatt nicht vortasten, und auch andere führende Medien wie die „Washington Post“ oder CNN schwiegen das Thema bisher tot. Doch in den letzten Tagen waren dort immer wieder Beiträge zu finden, die das Bild eines massiven Zerwürfnisses ergeben: Obama sei von der Gattin ertappt worden, nachdem er sich zu einem Rendezvous auf Abwege begeben habe und Leibwächter versucht hätten, dies zu vertuschen. Und: Man nächtige längst in getrennten Schlafzimmern.


Emotionale Eiszeit im Weißen Haus


Die wohl detaillierteste Darstellung der Eiszeit im Weißen Haus lieferte jetzt der „National Enquirer“. Michelle Obama hätte einen Anwalt konsultiert und werde sich unmittelbar nach dem Ende der Amtszeit ihres Mannes im Januar 2017 scheiden lassen. Heftige Wortgefechte habe es zuletzt nach der Beisetzung von Nelson Mandela gegeben. Auf der Trauerfeier hatte Obama unverhohlen mit der blonden dänischen Premierministerin Helle Thorning-Schmidt geflirtet und in bester Laune mit dem Handy ein „Selfie“ aufgenommen, während Michelle Obama dem Treiben mit finsterer Miene folgte. Der „Enquirer“, der auch mit der Enthüllung eines unehelichen Kindes des demokratischen Ex-Präsidentschaftskandidaten John Edwards einen später bestätigten Volltreffer gelandet hatte, will sogar schon wissen: Zum Ende der Amtszeit werde Obama nach Hawaii ziehen, während sich Michelle und die Töchter Sasha und Malia weiter in Washington aufhalten wollen.

Dass das prominente Paar bereits einmal unter Eheproblemen litt, räumte Obama in einer Biografie ein. Auch der Reporter Richard Wolffe berichtete, dass im Jahr 2000 eine Scheidung nur knapp vermieden wurde: „Sie war über seinen Egoismus und seine Karrieresucht verärgert. Er dachte, sie sei kalt und gefühllos“, schilderte Wolffe unwidersprochen das damalige Zerwürfnis. Familientherapie, so Barack Obama, habe mitgeholfen, die Krise zu überwinden.

Doch viel Zeit für Privates bleibt Obama nicht: In der vergangenen Nacht sollte er eine kämpferische Rede zur Lage der Nation halten. Dabei wollte er den oppositionellen Republikanern den Kampf ansagen – wegen ihrer Blockadehaltung im Parlament. Auch sonst muss er dem Land Perspektiven eröffnen, denn 59 Prozent der US-Bürger blicken einer Umfrage zufolge pessimistisch, besorgt oder unsicher auf Obamas drei verbleibende Jahre im Amt. Nur 35 Prozent gaben an, die Lage der Nation sei gut, hoffnungsvoll oder auf dem Weg der Besserung.

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