Terror in Deutschland : Generalbundesanwalt veranlasst Razzien in der Islamisten-Szene

Es gab Durchsuchungen in Duisburg, Dortmund und Hildesheim.

shz.de von
10. August 2016, 10:32 Uhr

Düsseldorf | Auf Veranlassung des Generalbundesanwalts hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch Razzien offensichtlich mit Bezug zur islamistischen Szene durchgeführt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Augenzeugen beobachteten Polizeieinheiten unter anderem bei der Durchsuchung eines Reisebüros mit türkischem Namen in Duisburg.

Auch in Dortmund bestätigte eine Polizeisprecherin Durchsuchungen, verwies wegen der Details aber auf die Bundesanwaltschaft. Die hüllte sich zunächst in Schweigen. In Hildesheim in Niedersachsen gab es ebenfalls eine Razzia, wie eine Polizeisprecherin bestätigte.

Das Internetportal „Der Westen“ berichtete, der Inhaber des Reisebüros in Duisburg stehe im Verdacht, Kontakt zu zwei Jugendlichen gehabt zu haben, die einen Anschlag auf ein Gebetshaus der Sikh-Religionsgemeinschaft in Essen verübt haben sollen. Er habe dies aber bestritten.

Am Dienstag war in Mutterstadt in Rheinland-Pfalz ein 24-jähriger Asylbewerber unter dem Verdacht festgenommen worden, ein Islamist zu sein. Der Hinweis auf den Verdächtigen sei aus Nordrhein-Westfalen gekommen, hieß es.

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