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Geheimdienst knackt auch verschlüsselte Internet-Inhalte

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Britische und US-Geheimdienste können etliche Verschlüsselungs-Verfahren im Internet knacken oder umgehen. Diese sollen eigentlich persönliche Daten, digitale Kommunikation wie Chats oder E-Mails sowie Firmen-Netze und Online-Handel schützen. Der US-Abhördienst NSA und sein britischer Partner GCHQ hätten seit Jahren systematisch Verschlüsselung aufgebrochen und geschwächt, berichteten die „New York Times“, der britische „Guardian“ und die Investigativredaktion „ProPublica“ unter Berufung auf den Informanten Edward Snowden. Details wurden nicht genannt, die NSA konzentriere sich auf im Internet gängige Sicherheitsmethoden wie SSL und geschlossene VPN-Netzwerke, wie sie von Firmen und Behörden eingesetzt werden.

Die Bundesregierung reagierte gelassen. „Wenn man hier und da mal eine Computerzeitschrift liest, wird man feststellen, dass dieser Verdacht nicht neu ist“, sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter. „Sie können davon ausgehen, dass die Bundesregierung auch diesen Dingen nachgeht.“ Das Bundesinnenministerium erklärte: „Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass die Behauptungen von Herrn Snowden zutreffend sind; insofern raten wir weiter zur Verschlüsselung.“ Es gebe sicher Geheimdienste, die Mails ausspähen, allerdings nicht Dienste befreundeter Länder, sagte Sprecher Jens Teschke.

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