Gaza: Granaten treffen Markt und Schule – mindestens 30 Tote

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30. Juli 2014, 17:56 Uhr

Drei Wochen nach Beginn des Gazakrieges setzt Israel seine Angriffe fort. Beim Beschuss einer UN-Schule kamen gestern im Flüchtlingslager Dschabalia im nördlichen Gazastreifen mindestens 15 Menschen ums Leben, so palästinensische Rettungsdienste. Bei einem Artillerieangriff auf Gaza sollen ebenfalls 15 Palästinenser getötet worden sein. Weitere 160 Menschen erlitten Verletzungen. Eine israelische Granate habe einen Markt getroffen. Eine Armeesprecherin erklärte, man werde den Vorfall prüfen. Seit Beginn der Offensive starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 1283 Menschen, etwa 7200 wurden verletzt.

Vor dem Amtssitz von Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin kam es am Abend zu einer Demonstration. Rund 100 Menschen protestierten gegen Israels Vorgehen. Zu der Kundgebung hatte die Deutsch-Arabische Gesellschaft aufgerufen. Das frühere Direktoriumsmitglied im Zentralrat der Juden, Rolf Verleger, bezeichnete sich selbst als „die andere jüdische Stimme“. Der Holocaust habe Israel nicht das Recht zur Vertreibung der Palästinenser gegeben, betonte Verleger.

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