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Ende der Waffenruhe : Gaza: Frau und Tochter von Hamas-Militächef getötet

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Die Verhandlungen um eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Krieg sind gescheitert. Am Dienstag wurden Angehörige des Hamas-Militärchefs Deif bei Luftangriffen getötet.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2014 | 08:42 Uhr

Tel Aviv/Gaza | Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind die Ehefrau und Tochter von Hamas-Militärchef Mohammed Deif getötet worden. Mussa Abu Marsuk, Leiter der Delegation der radikal-islamischen Organisation bei den Waffenruhe-Verhandlungen in Kairo, bestätigte den Tod der Angehörigen von Deif.

Israel hat am Mittwoch den Versuch einer gezielten Tötung des Militärchefs der im Gazastreifen herrschenden Hamas bestätigt. Das berichtete das Zweite Israelische Fernsehen unter Berufung auf einen Regierungsvertreter in Jerusalem.

Israelische Medien berichteten, die Identität eines dritten Toten bei dem Angriff sei noch unklar. Mohammed Deif gilt in Gaza als einer der wichtigsten Drahtzieher, er hat schon mehrere Attentate durch Israel überlebt. Israel wirft ihm vor, er dirigiere den Gaza-Krieg aus dem Untergrund.

Eine Feuerpause zwischen Israel und den militanten Palästinensern war am Dienstag zusammengebrochen. Beide Seiten machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Die Regierung in Jerusalem zog aus Protest gegen neue Raketenangriffe ihre Verhandlungsdelegation aus Kairo ab. Dort sollte sechs Wochen nach Beginn des Gaza-Kriegs eine dauerhafte Waffenruhe ausgehandelt werden.

Auch am Mittwochmorgen schlugen aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen in Israel ein. Insgesamt hätten militante Palästinenser bereits mehr als 60 Raketen abgeschossen, teilte die Armeesprecherin mit. Israels Militär habe rund 60 Ziele im Gazastreifen angegriffen.

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