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Gabriele Pauli nähert sich Sylt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Rote Rebellin“ strebt Bürgermeister-Amt in Westerland an

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 19:10 Uhr

Zunächst war es ein Gerücht, dann verdichteten sich die Hinweise und jetzt scheint es immer wahrscheinlicher zu werden: Die Kandidatur von Gabriele Pauli als zukünftige Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt. Heute reist sie erneut auf die Insel. Auch um ihr Buch „Die rote Rebellin“ zu präsentieren und sich in einer Podiumsdiskussion zu Sylt und ihrer möglichen Bürgermeister-Kandidatur zu äußern.

Auf der Insel hält sich in der Politik die Begeisterung für die ehemalige Kontrahentin von Edmund Stoiber in deutlichen Grenzen, keine Partei will sie derzeit als Kandidatin nominieren. Außerhalb der Politik sind dagegen durchaus (einflussreiche) Stimmen zu hören, die sich die schillernden Ex-CSU-Frau sehr gut als zukünftige Verwaltungschefin der Gemeinde Sylt vorstellen können. Gabriele Pauli will zwar noch mit einem endgültigen Ja oder Nein zur Kandidatur abwarten, versichert allerdings im Interview mit unserer Zeitung: „Ich werde mich bald entscheiden“. Das muss sie auch, denn am 27. Oktober um 18 Uhr wird die Kandidatenliste offiziell geschlossen, am 14. Dezember 2014 wird gewählt.

Mit den Avancen von Gabriele Pauli wurde die Sylter Bürgermeisterwahl zum bundesweit beachteten Thema. Von München bis Flensburg berichten Medien über den möglichen Wechsel der einst jüngsten und erfolgreichsten fränkischen Landrätin auf Deutschlands prominenteste Insel. Pauli und Sylt – diese Kombination finden all diejenigen passend, die sich für die Insel mediale Strahlkraft auch aus dem Westerländer Rathaus wünschen. Nüchtern betrachtet kennt die 57-Jährige nur sehr wenig von Sylt und den dort als brennend betrachteten Problemen. Anderseits ist die Münchnerin eine sehr versierte Politikerin und Verwaltungsexpertin. Mit dem Landkreis Fürth, den sie als Landrätin von 1990 bis 2008 überaus erfolgreich managte, bewies die promovierte Diplom-Kauffrau nicht nur viel Geschick im Umgang mit Verwaltung und Politik, sie führte den Landkreis auch aus einer desolaten Finanzlage. Seit sie Ende 2013 aus dem Bayrischen Landtag ausgeschieden ist, sucht sie einen neuen Job.
Interview Seite 7

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