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Gabriele Pauli nähert sich Sylt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Rote Rebellin“ strebt Bürgermeister-Amt in Westerland an

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 20:07 Uhr

Zunächst war es ein Gerücht, dann verdichteten sich die Hinweise und jetzt scheint es immer wahrscheinlicher zu werden: Die Kandidatur von Gabriele Pauli als zukünftige Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt. Heute reist sie erneut auf die Insel. Auch um ihr Buch „Die rote Rebellin“ zu präsentieren und sich in einer Podiumsdiskussion zu Sylt und ihrer möglichen Bürgermeister-Kandidatur zu äußern.

Auf der Insel hält sich in der Politik die Begeisterung für die Ex-Kontrahentin von Edmund Stoiber in deutlichen Grenzen, keine Partei will sie derzeit als Kandidatin nominieren. „Zu all diesen Herausforderungen würde mir so manche Frau oder mancher Mann einfallen“, sagt Sylts SPD-Chef Gerd Nielsen, „allerdings nicht gerade Gabriele Pauli!“ Der Sylter CDU-Vorsitzende Oliver Ewald erklärte, „sie entspricht überhaupt nicht unserem Anforderungsprofil“. Die CDU hat einen eigenen Kandidaten nominiert, die SPD kein Glück mit ihrer Wahl, denn ihre Wunschkandidatin sprang kurz vor Bekanntgabe ihrer Kandidatur wieder ab.

Außerhalb der Politik sind durchaus (einflussreiche) Stimmen zu hören, die sich die schillernde Ex-CSU-Frau sehr gut als zukünftige Verwaltungschefin der Gemeinde Sylt vorstellen können. Pauli und Sylt – diese Kombination finden all diejenigen passend, die sich für die Insel mediale Strahlkraft auch aus dem Westerländer Rathaus wünschen. Das sieht auch der stellvertretende Sylter Bürgermeister, Carsten Kerkamm (CDU) so: „Wir sind nicht irgendein Dorf auf dem Festland – Sylt hat in den Medien ein Gewicht wie Hamburg, Düsseldorf, München. Das heißt, maßgeblich ist auch, dass jemand die Insel positiv nach außen darstellen kann.“ Gabriele Pauli will zwar noch mit einem endgültigen Ja oder Nein zur Kandidatur abwarten, versichert allerdings im Interview mit unserer Zeitung: „Ich werde mich bald entscheiden“. Nüchtern betrachtet kennt die 57-Jährige nur sehr wenig von Sylt und den dort als brennend betrachteten Problemen. Anderseits ist die Münchnerin eine sehr versierte Politikerin und Verwaltungsexpertin. Seit sie Ende 2013 aus dem Bayrischen Landtag ausgeschieden ist, sucht sie einen neuen Job.
Interview Seite 5

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