Fröhliche Bierpanscherei

alles so schön beknackt hier
1 von 2

Avatar_shz von
14. März 2014, 13:39 Uhr

Die bayerischen Bierbrauer sind erleichtert. Es ist noch einmal gut gegangen! Die EU wollte es verbieten, dass sie weiterhin ihr Bier in den traditionellen Steinkrügen ausschenken. Weil der Gast die Füllmenge des Bieres im Steinkrug nicht kontrollieren kann. Der Bierschaum verdeckt den Füllstrich auf der Innenseite.

Aber das ist ja gerade das Gute am Bierkrug in Bayern! Es wird überliefert, dass Bier-Wirte auf dem Oktoberfest aus einem 100-Liter-Fass Bier bis zu zweihundert Maß gezapft haben. (Eine Maß gleich ein Liter Bier!). Die EU-Verordnung hätte ihnen die Freude am Bierausschank also gründlich verdorben.

Aber – wie gesagt – es ist ja noch einmal gutgegangen. Die bayerische Bier-Lobby hat es nämlich erreicht, dass die Verordnung abgemildert wird. Das Bier darf weiter im geliebten Steinkrug ausgeschenkt werden – aber der Gast darf verlangen, dass es vor seinen Augen am Biertisch in ein 1-Liter Bierglas umgefüllt wird, damit er die Menge kontrollieren kann. Dann wird das Bier wieder in den Steinkrug zurückgegossen.

O, mei, o mei – das gibt eine fröhliche Bierpanscherei. Raus aus dem Steinkrug, rein ins Bierglas – zurück in den Steinkrug! Welcher Biertrinker macht das schon mit – das kostbare Gebräu kann dabei ja auch noch verschüttet werden.

Übrigens: Wenn so ein Münchner Biertrinker prahlt: „I vertrag mindstens sechs Maß Bier!“ wissen wir Norddeutschen jetzt Bescheid. Das sind in Wirklichkeit nur drei Maß. Alles nur Angabe!

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert



Nachrichtenticker