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Frankreich warnt vor neuen Attacken

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jagd auf überlebende Terroristen / Zweites deutsches Opfer identifiziert

Schweigeminute für Paris. In Hamburg, Kiel und anderen Städten in ganz Europa haben sich Menschen im Gedenken an die Opfer der Terroranschläge von Paris gestern an einer Schweigeminute beteiligt. Gleichzeitig geht die Jagd nach Terroristen weiter, die nach der Anschlagserie mit 129 Todesopfern – darunter auch zwei Deutsche – geflohen sind. Drahtzieher der Attacken soll der gesuchte belgische Islamist Abdelhamid Abaaoud sein. Die Polizei fahndet auch nach weiteren Komplizen und durchsuchte allein in Frankreich rund 170 Wohnungen – 23 Verdächtige wurden festgenommen und zahlreiche Waffen beschlagnahmt, darunter in Lyon ein Raketenwerfer. Auch in Belgien gab es neue Razzien.

Ziel der Razzien ist es nach Regierungsangaben, weitere Anschlagspläne zu vereiteln. Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte an, auch Moscheen zu schließen, in denen radikales Gedankengut verbreitet werde. Die französische Regierung befürchtet, dass Paris nur der Auftakt     einer Angriffswelle sein könnte. Die Terrormiliz Islamischer Staat bereite weitere Attacken gegen Europa und seine Verbündeten vor, warnte Premierminister Manuel Valls. Auch der IS drohte in einer neuen Videobotschaft mit weiteren Anschlägen. Präsident François Hollande kündigte an, den UN-Sicherheitsrat im Kampf gegen die Terrormiliz anzurufen.

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erstellt am 16.Nov.2015 | 19:22 Uhr

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