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Treffen in Versailles : Frankreich: Präsident Emmanuel Macron trifft Wladimir Putin

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In Versailles wird eine Ausstellung über Zar Peter eröffnet. Putin ist dabei - und trifft den neuen Präsidenten Macron.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2017 | 14:42 Uhr

Versailles | Frankreichs neuer Staatschef Emmanuel Macron hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Schloss von Versailles getroffen. Zwei Wochen nach seinem Amtsantritt empfing Macron Putin am Montag in der früheren Königsresidenz nahe Paris. Zwischen beiden Ländern gab es zuletzt Spannungen vor allem wegen unterschiedlicher Positionen im Syrien-Konflikt - ein Besuch Putins bei Macrons Vorgänger François Hollande war deshalb im Oktober kurzfristig abgesagt worden.

Macron will offensichtlich neuen Schwung in die Beziehungen zu Moskau bringen. Sein Spielraum ist jedoch eher beschränkt. Die führenden westlichen Industriestaaten (G7), zu denen Frankreich gehört, drohten Russland am zurückliegenden Wochenende mit weiteren Sanktionen. Immer wieder wird an Moskau appelliert, die Anforderungen der Minsker Friedensvereinbarung für die Ukraine zu erfüllen.

„Man kann sich vorstellen, dass das Gespräch freimütig und recht direkt sein wird“, sagte die französische Ministerin für europäische Angelegenheiten, Marielle de Sarnez, dem Sender BFMTV. Russlands Botschafter in Frankreich, Alexander Orlow, äußerte im Sender Europe 1 die Hoffnung, dass bei dem Treffen begonnen werden könne, das „in den vergangenen Jahren aufgehäufte Misstrauen“ zwischen Paris und Moskau zu zerstreuen.

Anlass für das Treffen war der Besuch einer Ausstellung zum Besuch von Zar Peter dem Großen in Frankreich vor 300 Jahren. Zuvor standen ein Gespräch und ein Arbeitsessen der beiden Präsidenten auf dem Programm. Dabei sollte auch der Konflikt in der Ostukraine Thema sein.

Im französischen Wahlkampf hatte Moskau eher Sympathien für Macrons rechtspopulistische Kontrahentin Marine Le Pen gezeigt. Putin empfing die Anführerin der Front National tatsächlich im März. Die 48-Jährige kritisierte damals gegenüber Abgeordneten die EU-Sanktionen gegen Russland. Macron dürfte nun als Präsident versuchen, dieses Wahlkampfkapitel zu schließen und eine versöhnliche Geste zu machen.

Abseits der politischen Themen war der Handschlag mit Wladimir Putin ein Thema. Zuletzt hatte Macrons Händedruck mit Donald Trump für Aufsehen gesorgt. Der US-Präsident ist für sein aggressives Händeschütteln berüchtigt. Macron packte entschlossen fest zu und blickte Trump dabei tief in die Augen. Ein Machtspiel mit Hintergedanken. Der neue französische Präsident sagte später: „Man muss zeigen, dass man nicht die geringsten Zugeständnisse macht, seien sie auch nur symbolisch.“ Eine Geste wie ein Händedruck sei zwar nicht das Wichtigste der Politik, aber durchaus ein Moment der Wahrheit.

Das Aufeinandertreffen mit dem russischen Präsidenten blieb aber offenbar harmlos im Hinblick auf die Begrüßung.

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