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Wegen des deutsch-dänischen Belttunnels : Fehmarnsundbrücke: Schleswig-Holsteins Wahrzeichen droht der Abriss

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die neue Querung über den Sund soll ganz neu gebaut werden. Damit gibt es keine Verwendung mehr für die Brücke.

Sie ist ein Wahrzeichen des Landes – doch jetzt droht ihr das Aus: Für die 52 Jahre alte Fehmarnsundbrücke auf der Vogelfluglinie wird es beim Ausbau der Straßen- und Schienenverbindung zum geplanten deutsch-dänischen Belttunnel keine Verwendung mehr geben. „Eine dauerhafte Ertüchtigung und Nutzung der bestehenden Sundbrücke aus den 60er Jahren steht nicht mehr zur Diskussion“, teilten Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer und die norddeutsche Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Manuela Herbort, am Mittwoch auf Fehmarn mit. Vielmehr haben Land und Bahn sich darauf verständigt, die künftige Querung des Sunds komplett neu zu bauen.

Was aus der unter Denkmalschutz stehenden alten Brücke wird, „ist offen“, sagte Meyer. „Darüber müssen wir jetzt mit dem Bund reden.“ Klar sei: „Weder das Land noch der Kreis Ostholstein sind in der Lage, die Brücke zu übernehmen.“ Der Bund allerdings will die charakteristische Bogenbrücke, im Volksmund „Kleiderbügel“ genannt, bisher auch nicht weiter unterhalten, wenn er gleichzeitig eine neue Querung bauen und künftig betreiben muss. Ist überhaupt noch zu verhindern, dass die alte Brücke abgerissen wird? „Darum führen wir ja die Gespräche mit dem Bund“, sagte Meyers Sprecher.

Für die geplante neue Querung mit vier Fahrbahnen und zwei Bahngleisen wollen Bund und Land vier verschiedene Varianten prüfen: Die erste ist der Bau von zwei Brücken, eine für Autos und eine für Züge. Bei den anderen drei geht es um kombinierte Bauwerke für Straße und Schiene – entweder auf einer gemeinsamen Brücke oder in einem Absenktunnel oder in einem Bohrtunnel. Die billigste Variante wäre eine kombinierte Brücke – sie würde 270 Millionen Euro kosten. Am teuersten wäre ein Bohrtunnel mit fast 600 Millionen Euro.

 

 

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erstellt am 26.Nov.2015 | 06:52 Uhr

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