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Familienministerin will 32-Stunden-Woche für Eltern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) will die Regelarbeitszeit für Eltern mit kleinen Kindern neu definieren. Sie plädiere für Vollzeit mit 32 Stunden und nicht wie üblich mit 40 Stunden. Ein erster Schritt für die Familienfreundlichkeit soll die Einführung des ElterngeldPlus sein, sagte die Ministerin in Berlin. Mit der Familienhilfe sollen Eltern unterstützt werden, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren wollen, um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben. Eltern dürften in der Familienphase keine Nachteile erleiden, wenn sie im Beruf zurücksteckten. Vielmehr müssten Arbeitgeber auf die Bedürfnisse junger Familien flexibel reagieren.

Deutschlands Arbeitgeber lehnten die Pläne ab. „Wir brauchen keine starren staatlichen Vorgaben zur Arbeitszeit“, sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände der „Bild“-Zeitung. Wenn Eltern ihre Arbeitszeit reduzieren wollten, könnten sie das bereits tun. Wichtig sei vielmehr, dass Eltern Unterstützung fänden, um Beruf und Familie unter einen Hut bringen zu können. So müsse die Politik etwa den Ausbau der Kinderbetreuung voranbringen und mehr Ganztagsangebote schaffen. Auch das Handwerk widersprach: Die Politik wolle Familienpolitik auf Kosten der Unternehmen betreiben, so der Zentralverband des Deutschen Handwerks . Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall verwies ebenfalls auf den Teilzeitanspruch in der Branche sowie auf die bereits existierende 35-Stunden-Woche.

Auch die CSU hält von einer Neuregelung nichts. „Vollzeit muss Vollzeit bleiben“, sagte Hans Michelbach von der CSU-Mittelstands-Union. Die Grünen begrüßten den Vorstoß. Fraktionschef Anton Hofreiter sagte: „Die Idee ist im Kern ’ne gute.“

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