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Ärger über Satire : „Extra 3“ legt nach: Erdogan-Song jetzt auch auf Türkisch

vom
Aus der Onlineredaktion

Während der türkische Präsident noch den deutschen Botschafter maßregelt, dürfen jetzt auch die Türken mitlachen.

Der Streit geht in die nächste Runde: Das NDR-Satiremagazin „Extra 3“ hat seinen Song über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auch noch auf Türkisch veröffentlicht. Für die Satire wurde Nenas Lied „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ in „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ umgedichtet. Es kritisiert die Situation der Pressefreiheit in der Türkei, Polizeigewalt und andere Menschenrechts-Defizite. Über Erdogan heißt es unter anderem: „Er lebt auf großem Fuß, der Boss vom Bosporus.“

Die Satire über den Umgang Erdogans mit der Pressefreiheit hat einen diplomatischen Eklat ausgelöst. Doch statt sich dadurch einschüchtern zu lassen, legen die NDR-Journalisten nach und lassen sich für ihren Song feiern.

Über soziale Medien verkündeten die Autoren am Dienstagabend, das Lied nun auch international verbreiten zu wollen – mit türkischem und englischem Untertitel. Das sieht dann so aus:

Der NDR hat den Versuch der Einflussnahme kritisiert. „Dass die türkische Regierung wegen eines extra-3-Beitrags offenbar diplomatisch aktiv geworden ist, ist mit unserem Verständnis von Presse- und Meinungsfreiheit nicht vereinbar“, sagte der NDR-Chefredakteur Fernsehen, Andreas Cichowicz, am Dienstag in Hamburg. In Deutschland sei politische Satire erfreulicherweise erlaubt. „Darunter fällt auch der extra-3-Beitrag.“ Eine Beschwerde sei beim NDR bislang jedoch nicht eingegangen.

Auch sonst reagieren die NDR-Autoren mit Humor auf die Song-Debatte.

 

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erstellt am 30.Mär.2016 | 08:57 Uhr

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