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Terroranschlag in Manchester : Explosion bei Ariana-Grande-Konzert: Was wir wissen, und was nicht

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Die Polizei bestätigt, dass ein Einzeläter eine Bombe zündete. Über Hintergründe und Opfer ist noch nicht viel bekannt.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2017 | 13:43 Uhr

Manchester | Der Angriff auf ein Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester mit 22 Toten und 59 Verletzten war nach Angaben der Polizei ein Bombenanschlag. Der männliche Attentäter sei bei der Explosion am Montagabend ums Leben gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt. Unter den 22 Toten und 59 Verletzten waren auch Kinder. Der Täter habe einen selbstgebauten Sprengsatz zur Explosion gebracht, teilte die Polizei mit.

Was wir über den Anschlag wissen:

Die Tat Um 22.33 Uhr Ortszeit am Montagabend erreichte die Polizei in Manchester einem Sprecher zufolge der erste Notruf, dass es eine Explosion gegeben habe. Insgesamt gingen 240 Anrufe bei der Polizei ein. Nach Angaben der Polizei brachte ein männlicher Täter einen selbstgebauten Sprengsatz zur Explosion, als die Besucher nach dem Konzert die Halle verließen. Er kam dabei ums Leben. Die Polizei hat am Dienstagmittag einen 23 Jahre alten Mann im Zusammenhang mit der Tat festgenommen.
Der Ort Die Manchester Arena ist eine Multifunktionsarena mit mehr als 21.000 Plätzen, die häufig für Konzerte genutzt wird. Am Montagabend spielte die US-Musikerin Ariane Grande dort ein Konzert ihrer „Dangerous Woman“-Tour. Der Täter zündete die Bombe offenbar im Eingangsbereich, um möglichst großen Schaden anzurichten.
Die Opfer Laut Polizei wurden mindestens 22 Menschen getötet. Rettungskräfte brachten nach eigenen Angaben 59 Menschen in umliegende Krankenhäuser. Viele davon wurden schwer oder lebensgefährlich verletzt. Vor Ort wurden weitere Leichtverletzte behandelt. Viele junge Fans hatten das Konzert des Teenie-Idols besucht.
Der Täter Es soll sich um den 22 Jahre alten Salman Abedi handeln, teilte Ermittler Ian Hopkins in Manchester mit. Nach Angaben der Zeitung «Telegraph» wurde der Täter 1994 in Manchester geboren. Seine Eltern sollen Flüchtlinge aus Libyen sein. Am Tatort handelte er nach Angaben der Polizei alleine.
Das Motiv Die IS-Terrormiliz reklamiert den Terroranschlag in Manchester für sich. Ein „Soldat“ des Islamischen Staates habe eine Bombe platzieren können, meldet das IS-Sprachrohr Amak im Internet. Zuvor hatte die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group gemeldet, dass der Vorfall in sozialen Netzwerken von Anhängern der Terrorgruppe Islamischer Staat gefeiert werde.
Die Reaktion der Politik Premierministerin Theresa May und Herausforderer Jeremy Corbyn unterbrachen den Wahlkampf für die Parlamentswahl am 8. Juni. Das Kabinett traf sich mit Sicherheitsberatern zur Krisensitzung, May wollte nach Manchester reisen.

 

Was wir nicht wissen:

Die Opfer Details zu den Opfern, etwa wie viele Kinder getötet und verletzt wurden, gibt es noch nicht. Am Dienstag werden erste Namen der Opfer bekannt, Angehörige suchen verzweifelt nach Vermissten.
Mittäter Noch ist offen, ob der Täter Helfer hatte und Teil eines Netzwerks war.
Der Verdächtige In welcher Beziehung der 23-jährige Festgenommene zum Täter stand ist ebenso unklar wie seine Identität.
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