EU sucht zur Terrorbekämpfung die Nähe zu islamischen Staaten

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19. Januar 2015, 16:44 Uhr

Nach den islamistischen Attentaten von Paris treibt die Europäische Union die Vorbereitungen für eine schlagkräftigere Anti-Terror-Politik voran. Die Außenminister der 28 Mitgliedstaaten berieten gestern in Brüssel, wie die Zusammenarbeit mit Ländern der islamischen Welt verbessert werden kann. Ganz konkret soll es beispielsweise darum gehen, Terroristen Einnahmequellen wie Ölgeschäfte zu nehmen. Die Ergebnisse werden am 12. Februar bei einem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs besprochen. Dort soll die zukünftige EU-Terrorabwehr eines der Topthemen sein. „Wir müssen mehr Informationen austauschen. Wir müssen mehr kooperieren“, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Neben dem intensiveren Datenaustausch sollen beispielsweise Sicherheitsexperten in bestimmte EU-Vertretungen im Ausland entsandt werden. Als Kooperationsländer nannte sie beispielsweise die Staaten aus der Golfregion sowie die Türkei, Ägypten und Algerien.

Nach EU-Angaben sicherte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, Europa volle Unterstützung beim Kampf gegen den Terror zu. Er war als Gast zu dem Außenministertreffen geladen. „Europa ist jetzt attackiert worden, aber die arabische und die muslimische Welt leiden noch mehr unter den Folgen des Terrorismus“, kommentierte Mogherini.

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