Höhere Quoten : EU-Kommission will Fischfang in Nordsee und Atlantik ausweiten

Die EU-Kommission plädiert für höhere Fangmengen bei Seehechten, Schollen und Seezungen.

shz.de von
07. November 2018, 16:08 Uhr

Brüssel | Die EU-Kommission plädiert für eine teilweise Ausweitung des Fischfangs im Atlantik und in der Nordsee im kommenden Jahr. Etwa beim Seehecht und bei der Scholle sind teils deutlich höhere Fangquoten vorgesehen, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Bei der Seezunge etwa sollen die Fangmöglichkeiten hingegen eingeschränkt werden.

Insgesamt sollen die Fangquoten für 62 Bestände erhöht werden oder zumindest unverändert bleiben; für 22 Bestände sollen sie gesenkt werden. Ein Bestand ist jeweils eine Fischart in einem bestimmten Meeresgebiet.

Für Deutschland sind vor allem die Nordsee-Quoten wichtig. Umkämpft sind allerdings oft die Fangmengen im Atlantik. Vor allem große Fischereinationen wie Frankreich oder Spanien verhandeln hart.

Die Vorschläge der EU-Kommission basieren unter anderem auf Empfehlungen des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES). Für eine Reihe von Beständen – etwa für Seeteufel in der Nordsee – sollen die Vorschläge zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden. Die EU-Fischereiminister werden voraussichtlich am 17. und 18. Dezember über die Fangmöglichkeiten für 2019 entscheiden.

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