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Walsrode, Bad Fallingbostel : Erster Spatenstich beim Ausbau der A7 in der Südheide

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59 Millionen für acht Kilometer Autobahn: Zwischen Walsrode und Bad Fallingbostel startet der A7-Ausbau in der Südheide.

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2016 | 14:52 Uhr

Walsrode | Der erste Spatenstich für den sechsspurigen Ausbau der A7 zwischen dem Autobahndreieck Walsrode und Bad Fallingbostel soll am Dienstag gesetzt werden. In den rund acht Kilometer langen Abschnitt will der Bund etwa 59 Millionen Euro investieren, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte. Die Arbeiten sollen im Herbst 2019 abgeschlossen sein, hieß es von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Die A7 ist mit fast 1000 Kilometern die längste Autobahn in Deutschland und eine der wichtigsten Verkehrsachsen. Nicht nur im Hamburger Stadtgebiet und im Hamburger Norden, sondern auch auf den 285 Kilometern in Niedersachsen ist sie hoch belastet.

Mangels Alternativrouten kommt es nach Angaben der Landesstraßenbehörde zu einer starken Verkehrsbündelung auf den Abschnitten, die noch nicht sechsstreifig ausgebaut sind. Nördlich des Abschnitts sollen zwischen Bad Fallingbostel und Soltau-Ost noch zwei weitere Bauabschnitte erweitert werden, kündigte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium an.

Die A7 wird dann zwischen Hamburg und Hannover komplett sechsstreifig ausgebaut sein. Ferlemann will am Dienstag auch den ersten Spatenstich setzen. Auch Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) will bei der Zeremonie dabei sein.

Wo wird gebaut?

Mit dem Spatenstich beginnt der offizielle Ausbau der acht Kilometer langen Strecke in der südlichen Lüneburger Heide zwischen dem Dreieck Walsrode und der Anschlussstelle Bad Fallingbostel. Dort ist die A7 mit rund 65.000 Fahrzeugen am Tag sowie einem überdurchschnittlichen Anteil an Lastwagen hoch belastet. „Von den 65.000 gezählten Fahrzeugen am Tag in beiden Richtungen gehörten 10.500 zum Schwerkehr“, sagte Gisela Schütt, Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Wie lange dauern die Bauarbeiten?

Die Arbeiten dort sollen laut Landesstraßenbehörde im Herbst 2019 abgeschlossen sein. Vollsperrungen sind zunächst nicht geplant.

Was macht den Ausbau der A7 so dringlich?

Weil es an Alternativrouten fehlt, kommt es laut Landesstraßenbehörde zu einer „starken Verkehrsbündelung“ auf den noch nicht sechsstreifig ausgebauten Abschnitten. „Die Strecke ist immer noch ein Nadelöhr“, sagt Gisela Schütt. „Die A7 ist als Europastraße eine bedeutende Fernstraßenverbindung im bundesdeutschen und transeuropäischen Verkehrsnetz“, erklärt der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium. „Mit dem sechsstreifigen Ausbau und der Modernisierung verbessern wir den Verkehrsfluss und erhöhen die Sicherheit.“

Wie teuer wird die Baustelle?

Der Bund will in den Abschnitt rund 59 Millionen Euro investieren. Die A7 ist allerdings eine Dauerbaustelle, in die bereits viele Millionen geflossen sind und noch fließen sollen.

Wie geht es weiter?

Die Großbaustelle zwischen Walsrode und Bad Fallingbostel ist noch lange nicht der letzte Akt im Ausbau der Autobahn. „Nördlich anschließend werden zwischen den Anschlussstellen Bad Fallingbostel und Soltau-Ost noch zwei weitere Bauabschnitte erweitert, wodurch die A7 zwischen Hamburg und Hannover dann komplett sechsstreifig ausgebaut sein wird“, kündigte Staatssekretär Ferlemann an. Südlich davon läuft bereits auch zwischen den Dreiecken Salzgitter und Drammetal der Ausbau auf drei Streifen je Richtung, wie die Landesstraßenbehörde mitteilte. Weitere seien in Planung. Fertiggestellt sind bereits die drei Abschnitte um Göttingen zwischen Nörten-Hardenberg bis zum Dreieck Drammetal.

Hintergründe und Informationen zum A7-Ausbau in Hamburg und Schleswig-Holstein finden Sie auf shz.de/a7.

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