Erste Spur zum Dieb von Schumis Akten

Ein strahlender Michael Schumacher im März 2010 in  Bahrain.
Ein strahlender Michael Schumacher im März 2010 in Bahrain.

Verkaufsangebote vom Computer einer Schweizer Helikopterfirma aus verschickt

Avatar_shz von
07. Juli 2014, 16:02 Uhr

Die Spur des Diebes der Krankenakte von Michael Schumacher (Foto) führt in die Schweiz. Die französischen Behörden konnten die IP-Adresse des Computers, von dem die Akte per E-Mail verschiedenen Medien zum Kauf angeboten worden war, einer Schweizer Helikopterfirma zuordnen.

„Die IP-Adresse gehört zu einer Helikopterfirma in der Gegend um Zürich“, ließ die Staatsanwaltschaft in Grenoble mitteilen, ohne den Namen der Firma zu nennen. Die Schweizer Behörden würden die weiteren Ermittlungen übernehmen. Ob auch der Dieb selbst gefasst wurde, ist unklar.

Wie die Lokalzeitung Dauphine Libere berichtet, sollte die Firma Schumacher von Grenoble nach Lausanne transportieren und hatte deshalb eine Kopie der Krankenakte erhalten. Bei der gestohlenen Akte handelt es sich um einen mehrere Seiten langen Arztbericht.


50 000 Euro sollten die Dokumente kosten


Sie war einigen französischen, Schweizer und deutschen Journalisten für 60 000 Schweizer Franken (knapp 50 000 Euro) angeboten worden. Die französische Polizei hatte daraufhin ein Strafverfahren eröffnet. Der Diebstahl eines Arztbriefes über den bei einem Skiunfall in Frankreich schwer verletzten Schumacher war vor zwei Wochen bekannt geworden und hatte für Empörung gesorgt.

Schumacher war Mitte Juni von Grenoble in eine Reha-Klinik in Lausanne verlegt worden. Zuvor hatte sein Management mitgeteilt, dass der Formel-1-Rekordweltmeister knapp sechs Monate nach seinem Skiunfall nicht mehr im Koma liege und „seine lange Phase der Rehabilitation“ nun fortsetzen werde. Schumacher war Ende Dezember im französischen Skigebiet Méribel bei einem Sturz mit dem Kopf auf einen Felsen geprallt. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und lag wochenlang im Koma. Am 16. Juni wurde er unter größter Diskretion von Grenoble zur Reha nach Lausanne gebracht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert