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Frau des Bundespräsidenten : Elke Büdenbender: Das ist Deutschlands neue First Lady

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bodenständig, sympathisch, intelligent, unabhängig – so wird die Frau an Frank-Walter Steinmeiers Seite beschrieben.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 09:20 Uhr

Berlin | Elke Büdenbender drängt sich nicht in den Vordergrund – auch nicht an dem Tag, an dem ihr Mann zum deutschen Staatsoberhaupt gewählt wird. Im schlicht-eleganten, dunklen Kostüm verfolgt die nächste First Lady der Republik gestern die Wahl des Bundespräsidenten. Auf der Besuchertribüne des Reichstags wirkt die 55-jährige Richterin recht entspannt zwischen ihrer Schwiegermutter und der Frau, die am besten weiß, was nun kommt: Daniela Schadt, Lebensgefährtin des scheidenden Präsidenten Joachim Gauck. Immer wieder tuscheln und lachen die Frauen. Dann das Ergebnis: 931 Stimmen für Frank-Walter Steinmeier. Büdenbender steht auf, strahlt und klatscht. Steinmeiers Mutter Ursula wischt sich mit einem Taschentuch die Tränen aus den Augen. Nachdem Gauck unten im Saal Steinmeier gratuliert hat, gibt es auf der Tribüne Küsschen für die neue Präsidentengattin.

„Ich bin noch ganz gerührt und ich bin auch stolz“, sagt sie wenig später, nun wirkt sie nicht mehr so lässig. „Und bemühe mich dann auch, der Aufgabe gerecht zu werden.“ Für die Juristin ändert sich viel mit dem Umzug ins Schloss Bellevue, der im März ansteht. Ihren Job als Richterin am Berliner Verwaltungsgericht lässt sie ruhen. Das hatte sie eigentlich nicht vor – aber Entscheidungen in Asylverfahren sind wohl doch zu nah dran an der Politik. Falls ihr das etwas ausmacht, lässt sie es sich zumindest nicht anmerken.

Was für eine Präsidentengattin wird Elke Büdenbender? Bodenständig, sympathisch, intelligent, unabhängig – alle finden nur lobende Worte, die Beschreibungen ähneln sich. Eine Reihe weiter hinten im Bundestag sitzt Bettina Wulff, die erste Frau im Schloss Bellevue, die dem „Amt“ der deutschen First Lady etwas Glamour verliehen hat. Daniela Schadt war weniger am Rampenlicht interessiert, ihre Nachfolgerin dürfte es ähnlich halten. Die Interview-Tour ihres Mannes von Kamera zu Kamera macht sie schon mal nicht mit. Gemeinsam mit Mutter Steinmeier verschwindet sie Richtung Sektempfang.

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