Eis-Eimer-Schickeria

shz.de von
22. August 2014, 13:29 Uhr

Es war nur eine Frage der Zeit bis das „Gänsehautgefühl“ in eine handfeste Form gegossen wurde. Weltweit sind Prominente damit beschäftigt, sich vor laufenden Kameras eiskaltes Wasser über den Kopf zu schütten. Lady Gaga wie es sich gehört voran, gefolgt von George W. Bush, Bill Gates, Helene Fischer, um nur die Berühmtesten der Berühmten zu nennen. Wer das kalte Einnässen überstanden hat, bisher (leider) alle, darf drei Opfer benennen. Sind die Nominierten notorische Warmduscher, müssen sie für einen guten Zweck spenden. Zu denen, die nicht mitmachen wollen, gehören die Kanzlerin und Obama. Spielverderber gibt es eben überall.

Bisher war das Sich-Nassspritzen Kindern und Siegern von Fußballspielen und Autorennen vorbehalten. Also Sportarten mit eher volkstümlichen Fan-Gemeinden. Bei Tennis oder Golf ist reduzierter Freudentaumel üblich. Die Mutprobe mit dem Eiswasser wird mit dem Ende der hochsommerlichen Temperaturen schnell abklingen. Dann schlägt die Stunde der Eisbader, die mit ebenso berechtigter wie cooler Verachtung auf die lärmende Eis-Eimer-Schickeria blickt.

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