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Ein Gipfel der Friedfertigen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Anfang kommender Woche findet in Warschau der 13. Gipfel der Friedensnobelpreisträger statt. Eingeladen hat Preisträger Lech Walesa. Dessen Auszeichnung jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. 1983 würdigte das Komitee in Oslo den Einsatz des Arbeiterführers im gewaltlosen Freiheitskampf der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc. Ebenfalls dabei ist der Nobelpreiskollege von 1990 und letzte sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow. Auf den ersten Blick treffen sich in Warschau ein Sieger und ein Verlierer der Geschichte. Walesa handelte 1989 am Runden Tisch die friedliche Machtaufgabe der Kommunisten und die Demokratisierung Polens aus. Gorbatschow musste 1991 das Ende der UdSSR verkünden. Unvergessen ist, wie er am Weihnachtstag die rote Flagge mit Hammer und Sichel über dem Kreml einholen ließ. Walesa selbst sieht „in dieser Niederlage zugleich Gorbatschows wahren Sieg“.

In Warschau finden allerdings nicht nur die Friedensstifter des Kalten Krieges zusammen. Der Südafrikaner Frederik Willem de Klerk kommt, der an der Seite oder besser: im Schatten Nelson Mandelas half, die Apartheid zu überwinden. Und auch „Seine Heiligkeit“ der Dalai Lama (Foto) reist an. Der geistige Führer der Tibeter wird diesmal über „Solidarität und Versöhnung“ sprechen und unter der Überschrift „No More Wars“ das Ende aller Kriege auf der Welt fordern. Es wird auf absehbare Zeit ein Traum bleiben. Ohne Menschen wie Walesa, Gorbatschow und den Dalai Lama gäbe es ihn aber kaum.

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