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AfD-Politiker „stinksauer“ : Druckerei lehnt Auftrag von Jörg Nobis ab

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Der AfD-Fraktionsvorsitzende bestellte 500 Autogrammkarten – und bekam eine Stornierung von dem Online-Unternehmen.

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erstellt am 04.Dez.2017 | 18:11 Uhr

Für Jörg Nobis können aufgrund seiner Parteizugehörigkeit schon alltägliche Erledigungen zum Hindernis werden. Als der schleswig-holsteinische AfD-Fraktionsvorsitzende etwa kürzlich 500 Autogrammkarten drucken lassen wollte, machte ihm die Online-Druckerei einen Strich durch die Rechnung und stornierte den Auftrag – aus politischen Gründen.

Nobis selbst tut seinen Unmut in den sozialen Netzwerken kund und postet sogar die Antwort des Unternehmens. Außerdem bittet er um Reaktionen der Facebook-User: „Kommentiert gerne, was Ihr davon haltet.“

Der Druckdiscounter reagiert daraufhin ebenfalls auf seiner Facebookseite auf den Beitrag des AfD-Politikers. „In einer freien Demokratie gibt es unterschiedliche politische Meinung, die wir aber nicht zwingend teilen oder unterstützen müssen, weswegen wir den Druckauftrag von Herrn Nobis storniert haben.“

 

Auf der Seite der AfD ebenso wie auf der des Online-Druckunternehmens ist die Resonanz der User entsprechend stark. Was für Jörg Nobis vermutlich nicht mehr überraschend sein dürfte: Sein Aufruf, das Thema zu kommentieren, führte nicht nur zu wohlmeinenden Reaktionen. Die meisten der fast 4000 Kommentare befürworten die Ablehnung der Onlinedruckerei.

 

Und so werden aus Befürwortern schnell auch potenzielle Kunden.

Doch nicht alle Facebook-Nutzer zeigen Verständnis für die Reaktion des Druckdiscounters. So sorgt die Debatte um das allgemeine „Demokratieverständnis“ für hitzige Diskussionen im Netz.

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