Drei Millionen Menschen in Syrien auf der Flucht

shz.de von
29. August 2014, 13:12 Uhr

Mehr als drei Jahre nach Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien wird die Lage der Flüchtlinge immer dramatischer. Nach UN-Angaben ist fast die Hälfte aller Syrer wegen der Gewalt auf der Flucht. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht von drei Millionen Flüchtlingen aus.  6,5 Millionen Menschen seien innerhalb Syriens insgesamt auf der Suche nach Sicherheit.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk teilte mit, unter den entwurzelten Menschen seien ganz viele Kinder. „Die Krise in Syrien ist zum größten humanitären Notfall unserer Zeit geworden“, sagte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. Zu den bisher gespendeten 3,1 Milliarden Euro würden bis zum Jahresende noch einmal 1,5 Milliarden Euro gebraucht, um die Flüchtlinge über den Winter zu bringen.

Keine Entwarnung gab es am Freitag für die auf den Golanhöhen im Süden des Landes eingekesselten 81 philippinischen Blauhelme. Sie wollen sich gegen radikale Milizen der Al-Nusra-Front verteidigen.


Keine Spur von verschleppten Blauhelmen


Die Soldaten hätten sich geweigert, ihre Waffen abzugeben, erklärte ein Sprecher der philippinischen Armee. Zudem brachte sie weitere 43 Mitglieder der UN-Beobachtermission in ihre Gewalt. Bei ihnen handelt es sich um Soldaten von den Fidschi-Inseln. Laut UN sind sie bisher unversehrt geblieben. Es gebe Verhandlungen, um die bedingungslose Freilassung der Blauhelme zu erreichen. Die UN-Mission Undof beobachtet dort den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien. 

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