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US-Wahlkampf : Donald Trumps Wahlversprechen: „Syrer gehen zurück“

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Aus der Onlineredaktion

Die Flüchtlinge seien „starke Kerle“ und könnten IS-Kämpfer sein, sagt der republikanische Präsidentschaftsanwärter. Zieht Trump ins Weiße Haus ein, werden die Syrer ausgewiesen.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2015 | 12:27 Uhr

Keene/Washington | Der republikanische Präsidentschaftsanwärter Donald Trump will im Falle eine Wahlsieges alle syrischen Flüchtlinge aus den USA ausweisen. „Wenn ich gewinnen sollte, dann gehen sie zurück“, sagte der Milliardär am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung in Keene im US-Staat New Hampshire. Bei vielen der Flüchtlinge könne es sich um Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) handeln, die sich nur als Hilfsbedürftige ausgäben, zitierte die Zeitung „Washington Post“ den 69-Jährigen. „Das sind alles Männer, und sie sehen wie starke Kerle aus“, betonte Trump. „Da frage ich mich: Warum kämpfen die nicht, um Syrien zu retten, sondern gehen alle nach Europa?“

Am 8. November 2016 wird in den USA die 58. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika stattfinden. Formal werden an diesem Tag die Wahlmänner bestimmt, die ihre Stimmen für die Ämter des Präsidenten und des Vizepräsidenten abgeben. Die eigentliche Präsidentenwahl findet am 18. Dezember 2016 statt. Barack Obama kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren. Bei den Demokraten streiten sich unter anderem der Sozialist Bernie Sanders und Hillary Clinton um die Kandidatur.

Seit dem Beginn des blutigen Bürgerkrieges vor über vier Jahren haben die USA bisher rund 1500 Syrer aufgenommen. Wegen des Flüchtlingsstroms nach Europa war die Regierung in Washington aber zuletzt immer mehr unter Druck geraten. Anfang September hatte Präsident Barack Obama angekündigt, in den kommenden zwei Jahren bis zu 200.000 Syrer ins Land zu lassen. Trump bezeichnete diese Zahl als „undenkbar“.

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