„Wir machen den IS echt fertig“ : Donald Trump will US-Truppen aus Syrien abziehen

Etwa 2000 US-Soldaten sind im Bürgerkriegsland Syrien stationiert.

Etwa 2000 US-Soldaten sind im Bürgerkriegsland Syrien stationiert.

Trump ist überzeugt von einem militärischen Sieg gegen den IS. Das US-Verteidigungsministerium sieht das jedoch anders.

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30. März 2018, 11:26 Uhr

Richfield | US-Präsident Donald Trump hat überraschend einen baldigen Rückzug aus Syrien angekündigt. Die USA würden das Bürgerkriegsland „sehr bald“ verlassen, sagte Trump bei einer Ansprache zum Thema Infrastruktur in Richfield im US-Bundesstaat Ohio am Donnerstag (Ortszeit). „Übrigens, wir machen den IS echt fertig“, sagte Trump. „Wir kommen (....) sehr bald aus Syrien raus.“ Andere sollten sich nun um den Konflikt kümmern, fügte der US-Präsident hinzu.

Die Aussage steht im Gegensatz zur Ansicht des Verteidigungsministeriums, wie mehrere US-Medien berichteten. Was der Präsident genau mit seiner Ankündigung gemeint habe, sei nicht klar, sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums dem Sender CNN.

Pentagon-Sprecherin Dana White hatte nur wenige Stunden vor Trumps Rede gesagt, in Syrien gebe es noch viel zu tun, um einen dauerhaften Sieg über die Extremisten sicherzustellen. Verteidigungsminister James Mattis und Ex-Außenminister Rex Tillerson hatten sich für einen Verbleib ausgesprochen. Auch Tillersons designierter Nachfolger Mike Pompeo und der Nationale Sicherheitsberater John Bolton sehen „Politico“ zufolge eine weitere Rolle für die USA in Syrien.

Das Pentagon hat die Präsenz von etwa 2000 US-Soldaten – die meisten von ihnen Mitglieder von Spezialkommandos – in dem Bürgerkriegsland bestätigt, wie „Politico“ berichtete. Die meisten von ihnen arbeiten mit Rebellenmilizen, die gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpfen.

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