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Informationen an Russland : Donald Trump verteidigt sich auf Twitter

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Eine Twitter-Botschaft des US-Präsidenten liest sich als Geständnis. Trump hat demnach Geheimnisse an Russland verraten.

Washington | US-Präsident Donald Trump gibt zu, dass er geheime Informationen an Russland weitergegeben hat. Er habe mit Russland Fakten über Terrorismus und Flugsicherheit teilen wollen, schrieb Trump am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter. Dazu habe er das Recht. Er habe es aus humanitären Gründen getan. Außerdem habe er Russland dazu bewegen wollen, mehr im Kampf gegen den Terrorismus zu tun.

 

Die „Washington Post“ hatte am Dienstag berichtet, Trump habe bei dem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow Informationen eines Geheimdienstes eines mit den USA befreundeten Landes über einen Anschlagsplan der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weitergegeben. Das Material sei so sensibel, dass es nicht einmal in breiteren Kreisen der US-Regierung oder mit Verbündeten geteilt worden sei, hieß es in einem Bericht.

Das FBI untersucht Vorwürfe einer russischen Einflussnahme auf die US-Wahl sowie Kontakte zwischen Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam und Vertretern Russlands. Die Berichte über einen möglichen Geheimnisverrat sorgen für neuen politischen Zündstoff.

Russland hingegen wies Berichte über die Weitergabe von vertraulichen Informationen von US-Präsident Donald Trump im Gespräch mit Außenminister Sergej Lawrow zurück. Bei den Berichten handele es sich um „fake news“, schrieb Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Dienstag auf Facebook.


 

„Leute, lest ihr wieder diese amerikanischen Zeitungen? Ihr braucht sie nicht zu lesen. Man kann sie auch für etwas anderes nutzen“, schrieb sie weiter. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Berichte als „Unsinn“. Auch US-Präsident Donald Trump kanzelt oft für ihn oder seine Regierung unvorteilhafte Berichte als „fake news“ ab.

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erstellt am 16.Mai.2017 | 14:45 Uhr

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