Neues vom US-Präsidenten : Donald Trump könnte mit „Covfefe“ das Wort des Jahres erfunden haben

Donald Trumps Schreibfehler ist dem „Urban Dictionary“ sogar einen Eintrag wert. Der Tweet wurde mittlerweile entfernt.

Donald Trumps Schreibfehler ist dem „Urban Dictionary“ sogar einen Eintrag wert. Der Tweet wurde mittlerweile entfernt.

Ein Tweet von Trump sorgt für Lacher. Dass er auch seine Handynummer sorglos verteilt, sorgt für Sicherheitsbedenken.

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31. Mai 2017, 10:59 Uhr

Washington | Ein verunglückter Trump-Tweet sorgt für Erheiterung im Netz. Viele Twitter-Nutzer fragten sich am Dienstagabend: Was twittert der US-Präsident da? Ein mittlerweile gelöschter Tweet mit Tippfehlern löste Spekulationen aus, was der Präsident eigentlich sagen wollte. „Despite the negative press covfefe“ (deutsch: Trotz der negativen Presse covfefe) hieß es in dem in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) geposteten Tweet, der nach dem Nicht-Wort „covfefe“ mitten im Satz abzubrechen scheint.

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Mehr als 100.000 Twitter-Nutzer hatten den Tweet bis zur Löschung geteilt, mehr als 130.000 das Gefällt-mir-Zeichen angeklickt. In einem neuen Tweet ruft der US-Präsident die Nutzer dazu auf, die wahre Bedeutung von „covfefe“ herauszufinden. Der Begriff ist jetzt schon ein weltweit vielgesuchter Begriff bei Google. Vermutlich wollte Trump „coverage“ - also Berichterstattung - schreiben, spekulieren User.

Hatte der Präsident zu viel Eis gegessen, dass er nicht mehr tippen konnte, war er betrunken, oder hatte er unabsichtlich sein Codewort für die US-Atombomben verraten? „Covfefe“ könnte aber auch russisch für „Ich trete zurück“ heißen, schrieb eine Userin auf Twitter in Anspielung auf die Verstrickungen des Weißen Hauses mit Moskau. All diese Spekulation machten #covfefe zu einem Twitter-Phänomen.

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„Donald Trump könnte soeben das Wort des Jahres 2017 erfunden haben (auch wenn es unabsichtlich war)“, hieß es etwa beim australischen Sender ABC. Auch Deutschland folgte dem „covfefe“-Trend: „Es steckt viel Spaß in covfefe“, twitterte etwa der Comedian Jan Böhmermann.

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Eine Twitter-Nutzerin schreibt: „Die Welt wird nicht mit einem Knall enden, aber mit einem Covfefe.“

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Ein anderer Twitterer schreibt, dass bereits jemand die Domain „covfefe.com“ registriert habe.

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Die Wortneuschöpfung gibt es binnen kürzester Zeit auch auf T-Shirts zu kaufen.

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Schnell hatte „covfefe“ auch einen Eintrag im „Urban Dictionary“, einem Online-Wörterbuch für Umgangssprache: „Wenn man ,coverage‘ schreiben will, aber die Hände zu klein sind, um alle Buchstaben auf der Tastatur zu treffen.“ 

Der Eintrag im „Urban Dictionary“.
Screenshot/urbandictionary.com
Der Eintrag im „Urban Dictionary“. Als Beispielsatz fügte der Nutzer „lightinglax“ ein: „Es ist Zeit diesen Ort zu zerbomben.“ „Was ist der Code?“ „Covfefe!“

Auch abseits von „Covfefe-Gate“ sorgt Trump für Aufsehen

Donald Trump soll Staatschefs weltweit seine Handynummer gegeben haben, damit sie ihn direkt kontaktieren können. Das berichtet die Associated Press. Dieser lasche Umgang schürt Bedenken über die Sicherheit der Kommunikationsmethoden des US-Präsidenten. Gespräche könnten abgehört werden. Ein solcher Nummernaustausch ist nach diplomatischen Protokollen nicht vorgesehen. In der Regel werden Gespräche zwischen Staatslenkern nur über besonders gesicherte Verbindungen geführt. Selbst diese könnten angezapft werden.

Im Detail habe Trump Kanadas und Mexikos Führung seine Nummer weitergereicht, sagen frühere und aktuelle Offizielle dem Portal „News Wire“. Nur Justin Trudeau habe die Möglichkeit bereits genutzt. Auch hätten Trump und der neue französische Präsident Emanuel Macron Nummern ausgetauscht. Das Weiße Haus und das Büro von Trudeau wollten die Nummernweitergabe bislang nicht kommentieren.

(mit dpa)

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