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„Winter White House“ in Florida : Donald Trump in Mar-a-Lago: Jeder Besuch kostet Millionen

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Die Privatresidenz des US-Präsidenten gehört zur Trump Organization und die profitiert von seinen Besuchen.

Washington | Donald Trump bezeichnet Mar-a-Lago in Florida als südliches Weißes Haus oder sein „Winter White House“. Eine Webseite berechnet laufend, wann Trump im Ressort weilt und was diese Reisen den Steuerzahler kosten. So ist zu lesen, dass der US-Präsident von 14 Wochenenden im Amt bereits sieben in Mar-a-Lago am Palm Beach verbracht hat. Der Think Tank Center for American Progress (CAP) Action Fund berechnet zusätzlich, was das bereits an Steuerkosten verschlungen hat: 25 Millionen US-Dollar. Eine Tour dorthin kostet rund 3,6 Millionen US-Dollar.

Auf der Webseite wird auch angezeigt, was mit dem Geld finanziert werden könnte. So könnte Schulessen für 61.000 Kinder im Jahr bezahlt werden. Oder für 4000 Menschen medizinische Hilfe realisiert werden.

Trump lud in das Luxus-Ressort bereits den japanischen Regierungschef Shinzo Abe ein und setzte gleich das komplette Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatsschef Xi Jinping dort an.

Das Problem an Mar-a-Lago, das Trump 1985 für zehn Millionen Dollar kaufte und in einen Club für 500 Mitglieder und ein Privatdomizil umwandelte: Es ist kein Privatanwesen, sondern Teil seines globalen Immobilienimperiums. Die Bezeichnung von „Winter White House“ macht sich gut fürs Geschäft. Denn obwohl er kein Manager seines Firmennetzwerks mehr ist, Besitzer ist er noch. Nach seiner Wahl wurde der Mitgliedsbeitrag für Mar-a-Lago auf 200.000 Dollar verdoppelt. Die Trump Organization beteuert jedoch, dass die Präsidentschaft in keiner Form für Geschäftsinteressen ausgenutzt werde.

Offenbar hat Trump aber kein Interesse daran, in die traditionelle Erholungsanlage für US-Präsidenten zu reisen – ins Camp David in Maryland. Das würde die Ausgaben für den Steuerzahler begrenzen. Denn in Florida regt sich Widerstand. Trump solle für eine Erstattung der Millionenkosten sorgen, die für die Absicherung seiner Besuche auflaufen, forderten Ende März die demokratischen Abgeordneten Lois Frankel, Alcee Hastings und Ted Deutch.

Der Grund: Polizei und Feuerwehr leisteten massig Überstunden während der Trump-Besuche. Kleinen Unternehmen im Umfeld des Clubs würden finanzielle Nachteile entstehen. Allein die Feuerwehr hätte für die ersten fünf Besuche 1,7 Millionen Dollar ausgegeben. Auch der Flugverkehr werde bei jedem seiner Besuche eingeschränkt und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen durch Behörden gegen Terror und Cyber-Attacken seien nötig.

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erstellt am 24.Apr.2017 | 17:41 Uhr

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