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Angela Merkel : Diplomatie-Offensive: Die intensive Woche der Bundeskanzlerin

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Gespräche mit Hollande, Putin und Obama: Angela Merkel geht in die Offensive. shz.de lässt ihre Woche Revue passieren.

Berlin | An diese Woche wird sich Angela Merkel auch noch erinnern, wenn sie nicht mehr im Kanzleramt ist. Eine Woche, um im Ukraine-Konflikt mit seinen mehreren Tausend Toten doch einen Friedensplan zu schaffen. Am Ende steht eine Einigung auf Waffenruhe.

Donnerstag, den 05. Februar

 Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der französische Präsident Francois Hollande (v.l.) treffen sich zu Gesprächen in Kiew in der Ukraine. Foto: EPA/MYKOLA LAZARENKO /POOL
Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der französische Präsident Francois Hollande (v.l.) treffen sich zu Gesprächen in Kiew in der Ukraine. Foto: EPA/MYKOLA LAZARENKO /POOL

Merkel startet mit Frankreichs Präsident François Hollande eine Friedensmission für die Ukraine. Am Abend fliegt sie nach Kiew.

Freitag, den 06. Februar

Bundeskanzlerin Merkel, der russische Präsident Vladimir Putin und der französische Präsident Francois Hollande (v.l.) treffen sich zu Gesprächen im russischen Moskau. Foto: EPA/SERGEI ILNITSKY
Bundeskanzlerin Merkel, der russische Präsident Vladimir Putin und der französische Präsident Francois Hollande (v.l.) treffen sich zu Gesprächen im russischen Moskau. Foto: EPA/SERGEI ILNITSKY
 

Nach einer kurzen Nacht, geht es zurück ins Kanzleramt. Es folgt ein Termin mit dem Iraker Haider al-Abadi. Anschließend sagt Merkel zum ersten Mal etwas zum Zweck ihrer Bemühungen. „Wir tun das, was wir glauben, was in dieser Stunde unsere Aufgabe ist: nämlich alles, was in unserer Kraft steht, zu versuchen, um dem Blutvergießen ein Ende zu bereiten.“ Dann geht es mit dem Kanzler-Airbus „Konrad Adenauer“ nach Moskau. Im Kreml wartet Staatschef Wladimir Putin. Er bringt Merkel und Hollande in sein Arbeitszimmer. Alle wirken angespannt. Nach fünf Stunden ist das Gespräch vorbei. Putin begleitet Merkel zum Flughafen.

Samstag, den 07. Februar

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US- Vizepräsident Joe Biden (v.l.) treffen sich auf der 51. Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof in München. Foto: Andreas Gebert/dpa
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US- Vizepräsident Joe Biden (v.l.) treffen sich auf der 51. Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof in München. Foto: Andreas Gebert/dpa
 

Merkel fliegt direkt nach München zur Sicherheitskonferenz. Sie landet gegen 2 Uhr. Auf der Konferenz wird sie mit Applaus empfangen. In der Diskussion muss Merkel ihr „Nein“ zu Waffenlieferungen verteidigen, vor allem die Amerikaner und Briten machen Druck. Die Kanzlerin wirkt erschöpft. Anschließend informiert sie Poroschenko und US-Vizepräsident Joe Biden über die Gespräche mit Putin. Dann stehen weitere Termine mit den wichtigsten ausländischen Gästen an. Am Nachmittag geht es zurück nach Berlin.

Sonntag, den 08. Februar

Ankunft in den USA: Angela Merkel steigt in Washington aus dem Flugzeug. Sie hält sich zur Vorbereitung des G7-Gipfels zu einem eintägigen Besuch in den USA und in Kanada auf. Foto: Michael Kappeler/dpa
Ankunft in den USA: Angela Merkel steigt in Washington aus dem Flugzeug. Sie hält sich zur Vorbereitung des G7-Gipfels zu einem eintägigen Besuch in den USA und in Kanada auf. Foto: Michael Kappeler/dpa
 

Morgens Telefon-Diplomatie: Merkel spricht mit Hollande, Putin und Poroschenko. Die Staats- und Regierungschefs beschließen ein Treffen zu viert. Um 14.15 Uhr geht es nach Washington. Achteinhalb Stunden in der Luft. In Washington ist es noch hell. Nach deutscher Zeit ist es 1 Uhr in der Nacht. Merkel trifft sich mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik. Am frühen Morgen endet für sie der „Tag“.

Montag, den 09. Februar

In Washington: Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama treffen sich im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Michael Kappeler/dpa
In Washington: Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama treffen sich im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Michael Kappeler/dpa
 

Die ersten sieben Stunden ihres Programms sind für Washington eingeplant, weitere sechs für Ottawa in Kanada. Der wichtigste Termin ist im Weißen Haus. Am Abend ein Abstecher zu Weltbankchef Jim Young Kim. Dann weiter zu Kanadas Regierungschef Stephen Harper. Zurück in Berlin steht noch eine kurze Nachbesprechung an. Nach deutscher Zeit ist es 4 Uhr. Müde sieht Merkel nicht aus.

Dienstag, den 10. Februar  

Merkel bereitet das Treffen in Minsk vor.

Mittwoch, den 11. Februar

Bundesratspräsident Volker Bouffier (l-r), Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verfassungsgerichtspräsident Andreas Vorkuhle verneigen sich vor dem im Berliner Dom aufgebahrten Sarg des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Foto: Bundespresseamt/dpa
Bundesratspräsident Volker Bouffier (l-r), Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verfassungsgerichtspräsident Andreas Vorkuhle verneigen sich vor dem im Berliner Dom aufgebahrten Sarg des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Foto: Bundespresseamt/dpa
 

Kabinettssitzung im Kanzleramt. Nächster Termin: „Übergabe eines Blumengrußes durch den Zentralverband Gartenbau anlässlich des Valentinstages.“ Am frühen Nachmittag fliegt Merkel gemeinsam mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nach Minsk. Vorher nimmt sie noch am Staatsakt für den verstorbenen früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker teil.

Donnerstag, den 12. Februar

EU-Gipfel in Brüssel: Merkel spricht auf einer Pressekonferenz. EPA/JULIEN WARNAND
EU-Gipfel in Brüssel: Merkel spricht auf einer Pressekonferenz. EPA/JULIEN WARNAND
 

Ab 6 Uhr überschlagen sich die Meldungen. Die deutsche Delegation spricht von Chaos in Minsk. Schließlich verkündet Putin am Vormittag: Waffenruhe beschlossen. Die Kanzlerin steigt in ihr Flugzeug und fliegt zum EU-Gipfel nach Brüssel. Geschlafen hat Merkel nicht, doch man sieht sie lachen. In Brüssel wartet der Schuldenstreit mit der neuen griechischen Regierung auf sie.

Karte zu den diplomatischen Reisen der Bundeskanzlerin in der laufenden Woche. Grafik: J. Reschke, Redaktion: K. Klink
Karte zu den diplomatischen Reisen der Bundeskanzlerin in der laufenden Woche. Grafik: J. Reschke, Redaktion: K. Klink
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erstellt am 13.Feb.2015 | 12:52 Uhr

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