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Die Linke freut sich über ihr Ergebnis

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 00:34 Uhr

Jubel gibt es bei der Wahlparty der Linken zunächst vor allem über das schlechte Ergebnis der FDP. Als der tiefrote Balken der eigenen Partei in der ersten Hochrechnung nur auf 8,3 Prozent steigt, bleibt es im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei dagegen still. Viele hatten nach den letzten Umfragen gehofft, dass doch noch die von Spitzenkandidat Gregor Gysi (Foto) ausgegebene Zielmarke von zehn Prozent erreicht werden könnte. Für die Parteiführung ist trotzdem klar, dass es Grund zum Feiern gibt. Das liegt vor allem daran, dass die Linke zu diesem Zeitpunkt gute Chancen hat, erstmals drittstärkste Kraft im Bundestag zu werden – vor den Grünen.

Und spätestens als Gysi auf die Bühne tritt und das Ergebnis als Erfolg wertet, glaubt es auch das Publikum und dankt es dem Spitzenkandidaten mit „Gregor, Gregor“-Sprechchören. „Ich glaube, wir haben einen beachtlichen Akzeptanzschub erreicht“, sagt er. Dass es mehr als acht Prozent wurden, kann vor allem Gysi für sich verbuchen. Der 65-Jährige hat in seinem vielleicht letzten Bundestagswahlkampf mit 200 Reden, Interviews und Talkshow-Auftritten noch einmal alles gegeben. Die anderen sieben Spitzenkandidaten blieben in seinem Schatten. Gysi setzte erfolgreich auf eine Doppelstrategie: Die SPD angreifen, aber gleichzeitig für Rot-Rot-Grün werben. Auch gestern Abend wiederholte er sich. „Für Gespräche stehen wir zur Verfügung“, sagte er an die Adresse der Sozialdemokraten.

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