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Verteidigungsministerin von der Leyen : Die Bundeswehr soll familienfreundlicher werden

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Ursula von der Leyen setzt sich bereits erste Ziele für ihren neuen Job: Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie beim Bund. Der Bundeswehrverband kritisiert den Wechsel.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 17:47 Uhr

Berlin | Die designierte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiver machen. Dazu zähle eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sagte sie am Montag in der ARD. Sie habe einen „Mordsrespekt“ vor ihrer neuen Aufgabe. Der Bundeswehrverband kritisierte den Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums zum jetzigen Zeitpunkt. „Mit de Maizière als Verteidigungsminister hätten wir mehr Kontinuität gehabt“, sagte der neue Verbandschef André Wüstner im rbb-Inforadio.

De Maizière wird am Dienstag sein Amt an von der Leyen übergeben und selbst ins Innenministerium wechseln. In einem Tagesbefehl zu seinem Abschied versicherte er den Soldaten, dass die Bundeswehrreform trotz des Personalwechsels wie geplant fortgesetzt wird. „Es wird keine Reform der Reform geben“, schrieb de Maizière an die Truppe. Der CDU-Politiker bekräftigte in dem Tagesbefehl auch, dass er gerne Verteidigungsminister geblieben wäre. „Dieser Abschied fällt mir schwer. Die Bundeswehr ist mir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen.“ 

Wüstner verwies bei seiner Kritik am Zeitpunkt des Wechsels auf das anstehende Ende des Kampfeinsatzes in Afghanistan und die laufende Bundeswehrreform. „Da bin ich schon gespannt, wie sie agiert.“ Von der Leyen dürfe sich auf keinen Fall im Elfenbeinturm einschließen: „Sie muss sich jetzt um die Menschen kümmern. Die wurden wegen der Bundeswehrreform etwas aus dem Auge verloren.“ 

CDU-Vize Armin Laschet sieht in dem Personalwechsel keine Vorentscheidung über eine Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Es ist noch kein Zeitpunkt, um über Nachfolgen zu spekulieren“, sagte er im Hörfunksender WDR 5. „Wir stehen jetzt am Beginn einer Wahlperiode. Ich mache mir keine Gedanken, was 2017 ist.“ Merkel könne nach der nächsten Bundestagswahl „durchaus noch weiter Bundeskanzlerin bleiben“.

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